Marnate: Kirchen, Geschichte und Wege durch die Valle Olona

File:Marnate's bunker.jpg File:Marnate's bunker.jpg Foto: Rockycookies11 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Marnate verbindet sakrale Kunst, frühe Siedlungsspuren und Wege durch Wald- und Flusslandschaften. Die Gemeinde liegt in der Valle Olona auf flachem Gelände oberhalb des westlich gelegenen Flusstals. Nach Osten steigt das Gelände leicht in Richtung des bewaldeten Ortsteils Nizzolina an. So treffen in Marnate historische Themen und unterschiedliche Möglichkeiten zur Erkundung aufeinander.

Kirchen und Kunstwerke in Marnate

In der Chiesa S.Ilario ist ein altes Fresko des heiligen Hilarius aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Die Kirche besitzt außerdem eine Orgel aus dem Jahr 1770, die von der Orgelbaufirma Carrera aus Legnano gefertigt wurde. In der neuen Chiesa Santa Maria Nascente wurde 1983 der Gottesdienstbetrieb aufgenommen; im September 1984 segnete Kardinal Martini die Kirche.

Auch die heutige Chiesa San Sebastiano verweist auf eine prägende Bauphase: Sie ist wahrscheinlich das Ergebnis eines tiefgreifenden Umbaus Ende des 19. Jahrhunderts durch den aus Marnate stammenden Architekten Camillo Crespi Balbi. Er entwarf die neue Fassade im neogotischen Stil aus Sichtziegeln.

Das Lazzaretto S.Rocco wird vermutlich auf den Beginn des 18. Jahrhunderts datiert und entstand zum Gedenken an die Toten der Pest von 1630. Im Gebäude befindet sich ein Fresko aus dem 18. Jahrhundert mit der Gottesmutter vom Berg Karmel und dem Jesuskind, den Heiligen Rochus und Sebastian sowie den Armen Seelen im Fegefeuer.

Historische Spuren von der Römerzeit bis zur Mühlenlandschaft

Die Geschichte Marnates reicht über mehrere Epochen. In der Römerzeit verfügte der Ort über einen militärischen Flusshafen. Archäologische Funde aus dem Jahr 1972 am Fuß des Hügels von Nizzolina Alta deuteten auf einen kleinen Friedhof aus der Zeit um 300 v. Chr. hin.

Eine weitere historische Spur liegt im Parco Ex Mulino. Dort befinden sich die Ruinen der alten Balbi-Mühle, die bereits 1469 bestand und bis zum Ende der 1920er Jahre in Betrieb war. Die erhaltenen Spuren machen die frühere Mühlennutzung als eigenes Thema der Erkundung sichtbar, ohne dass die Anlage als weiterhin betriebenes Werk verstanden werden sollte.

Rad- und Wanderwege

Der Parco Ex Mulino verfügt über Radwege zu den Ruinen der Mühle, den wasserbaulichen Anlagen, dem Becken für die Schaufelräder und dem Abflusskanal sowie über den ehemaligen Bahnkörper der Val Morea. Der Park ist mit Zugängen von Via Valle und Via Roma aus frei zugänglich.

Für Wanderungen führt der Sentiero della Nizzolina in Marnate als End- und Ausgangspunkt zusammen und verbindet die Gemeinde mit Gorla Minore. Ergänzend besteht der Percorso verde dei fontanili aus zwei im Wald verlaufenden Rundwegen, auf denen sich das Gebiet von Marnate erkunden lässt. Je nach Schwerpunkt können Sie damit historische Orte, technische Relikte und bewaldete Wege in Ihre Tagesplanung einbeziehen.

Für die Wahl eines Hotels in Marnate können Sie sich daher an Ihren eigenen Interessen orientieren: Die Kirchen und historischen Spuren setzen einen kulturellen Schwerpunkt, während der Parco Ex Mulino, der Sentiero della Nizzolina und die Rundwege der fontanili eine Planung mit Rad- oder Wandertagen unterstützen. Marnate lässt sich so als Reiseziel mit mehreren klar unterscheidbaren Themen betrachten.

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