Brinzio zwischen Wald, See und Dorfgeschichte
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Foto: C. Scaramuzzi (first upload); Vale93b ( talk ) (second upload) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Naturraum zwischen Wald und See
Brinzio liegt in einem bewaldeten Tal zwischen den Westhängen des Monte Martica und den nördlichen Ausläufern des Monte Legnone und des Campo dei Fiori. Als einzige Gemeinde ist Brinzio vollständig in den Parco Naturale del Campo dei Fiori einbezogen. Die Riserva Naturale del Lago di Brinzio erstreckt sich auf etwa 20 ha zwischen Brinzio und Motta Rossa. Der See entstand aus glazialen Moränenablagerungen und ist von einem Auwald aus Schwarzerlen sowie einem Schilfbestand aus Phragmites umgeben. Der Lago di Brinzio ist ein besonders bedeutendes Fortpflanzungsgebiet für Amphibien. Zum Landschaftsbild gehört auch das Masso Erratico della Val d’Intrino, ein Naturdenkmal aus einem Komplex großer Felsblöcke. Die Cascata del Pésegh trägt auch den Namen Cascata del Pésech; sie wird vom Bach Valmolina gespeist und fällt in einem einzigen Sprung etwa 30 m tief.
Wanderwege und winterliche Loipen
Mehrere Routen beginnen in Brinzio oder führen in den Ort zurück. Der Europäische Fernwanderweg E-1 verläuft auf den Routen des Parco del Campo dei Fiori zwischen Ganna und Brinzio sowie auf den Wegen 4 und 5 von Brinzio zum Valico delle Pizzelle. Der Sentiero 4 beginnt in der Via Piave neben der Pfarrkirche von Brinzio und führt zum Valico delle Pizzelle auf 926 m Höhe. Der Sentiero 320A beginnt im Ortszentrum von Brinzio. Der Sentiero 315B bildet den Beginn einer alternativen Route, die über Preciuso, einen Ortsteil von Brinzio, zurück in den Ort Brinzio führt.
Im Centro Fondo Brinzio gibt es eine vollständig ebene blaue Loipe von etwa 3 km sowie eine rote Loipe von 5 km mit einigen kurzen Anstiegen und Abfahrten. Außerdem bietet das Centro Fondo Brinzio einen Skiverleih mit der notwendigen Ausrüstung für die Nutzung der Skianlage.
Historischer Ortskern und regionale Kultur
Das historische Zentrum von Brinzio bewahrt alte Höfe und Gassen, die mit von Hand bearbeitetem rotem Naturstein aus der Region gepflastert sind. Die Chiesa SS. Pietro e Paolo wurde zwischen 1769 und 1774 erbaut und 1779 geweiht. In der Kirche befinden sich Werke von Federico Fiori (Barocci) und Camillo Procaccini. Einen anderen Zugang zur lokalen Vergangenheit bietet das Museo della Cultura Rurale Prealpina, das 2008 eröffnet wurde und eine Sammlung von Werkzeugen, Bräuchen und Traditionen der bäuerlichen Kultur des 20. Jahrhunderts zeigt.
Pilzkunde und Sagra del Fungo
Die Sagra del Fungo umfasst eine mykologische Ausstellung, in der Dutzende Pilzarten gezeigt und katalogisiert werden. Während der Veranstaltung können Mykologen außerdem Pilze analysieren, die Teilnehmende gewöhnlich in den Wäldern finden.
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