Villa di Chiavenna: Kirchen, Berge und Wege an der Schweizer Grenze
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Foto: Schölla Schwarz via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Villa di Chiavenna ist der letzte italienische Ort der Bregaglia direkt an der Schweizer Grenze. Sein Charakter verbindet sakrale Kunst, historische Bauwerke und Wege durch eine ausgeprägte Berglandschaft. Damit bietet der Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise, bei der Kultur und Bewegung nebeneinanderstehen.
Kirchen, Kunst und historische Bauten
Die Chiesa San Sebastiano ist die Hauptkirche der Gemeinde Villa di Chiavenna und besitzt eine barock anmutende Fassade. Der Zugang ist während der öffentlichen Öffnungszeiten kostenlos. Die Madonna con Bambino von Ivo Strigel ist auf die Jahre 1494 bis 1495 datiert und stammt aus der Chiesa di San Sebastiano in Villa di Chiavenna.
Die Chiesa di San Barnaba wurde etwa Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals geweiht, 1491 erneut gesegnet und erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild nach einer späteren Renovierung im Jahr 1754. In ihrem Inneren befindet sich ein verstümmeltes Abendmahl aus dem 15. Jahrhundert; flankiert wird die Kirche von einem Glockenturm romanischer Bauart.
Ein weiteres Zeugnis lokaler Baugeschichte sind die historischen Crotti von Villa di Chiavenna. Die Steinkonstruktionen stammen teilweise aus dem 15. und 16. Jahrhundert und sind heute restauriert und aufgewertet. Im weiteren regionalen Umfeld liegen außerdem Palazzo Malacrida, ein Palast, und die Abbazia di San Pietro in Vallate, eine Kirche.
Routen zwischen Ort und Bergwelt
Die Route Fede Mariana erreicht Villa di Chiavenna, den letzten italienischen Ort der Bregaglia direkt an der Schweizer Grenze. Zur Route gehört auch die Chiesa dell’Immacolata im Weiler Giavera von Villa di Chiavenna. Sie liegt auf 598 Metern über dem Meeresspiegel. Ein kleines Heiligtum zieht am 21. November jedes Jahres seit Langem viele Gläubige aus allen Orten der Valchiavenna an, auch zu Fuß.
Für Radfahrer führt die Radtour Monti di Villa di Chiavenna von Villa auf Asphalt bergauf und an den Weilern San Barnaba und Canete vorbei. Die Strecke setzt damit einen klaren Akzent auf das Erleben der ansteigenden Landschaft.
Auf dem Weg über den Passo del Turbine führt ein steiler Pfad über den Steg über den Zernone und durch Heuwiesen, Waldstücke und Lichtungen zur Hüttengruppe Malinone auf 1.919 Metern. Der Wechsel zwischen offenen Wiesen, Wald und Lichtungen macht die Landschaft dabei unmittelbar erfahrbar.
Gipfel und Wasserfall im Umfeld
In der näheren Umgebung von Villa di Chiavenna liegt die Cascate dell’Acquafraggia, ein Wasserfall. In der Umgebung befinden sich außerdem die Gipfel Cima da Lägh, Cänt dal Gerl und Pizzo di Prata. Zusammen mit den beschriebenen Wegen entsteht ein regionales Bild, das sowohl kulturelle Besichtigungen als auch Wander- und Radtouren anspricht.
Weitere Ziele:Lovero, Civo, Sant'Antonio Albareda, Pedesina, Villa di Tirano, Sondalo, Valfurva, Samolaco
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