Civo entdecken: Kirchen, Kunst und Bergblicke

File:W - civo - chiesa di san giacomo e frazione di roncaglia (1) BN.jpg File:W - civo - chiesa di san giacomo e frazione di roncaglia (1) BN.jpg Foto: Ottantafame via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kirchen, Kunst und Ortsgeschichte

Civo richtet den Blick zugleich auf sakrale Kunst und auf Wege in die Berglandschaft. Im Ort gibt es vier Pfarreien und zahlreiche Kirchen von besonderem künstlerischem Wert. Die Kirche Sant’Andrea entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts, wurde später umgestaltet und präsentiert sich heute im Barockstil; von ihr gelangt man in das Oratorio dell’Immacolata aus dem 17. Jahrhundert.

In Caspano wurde die barocke Kirche San Bartolomeo zwischen 1730 und 1738 von Meistern aus dem Tessin erbaut. Sie bewahrt Werke von Giacomo Parravicini, der den Beinamen „Gianolo“ trägt. In ihrer zweiten Kapelle befindet sich eine Darstellung der Auferstehung des Lazarus von Luigi Donati aus dem Jahr 1508.

Zu den markanten Sakralbauten zählt das Oratorio dei 7 Fratelli auf 2.000 Metern Höhe. Es wurde restauriert und bewahrt Spuren von Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Im Zentrum von Civo befindet sich an einem alten Wohnhaus ein Votivfresko aus dem 15. Jahrhundert mit der Darstellung der Dreifaltigkeit. Östlich steht die Chiesetta di S. Bernardo an aussichtsreicher Lage; ihre sichtbaren Steinmauern prägt schlichte Strenge.

Am Westeingang des Borgo liegt der Palazzo Parravicini, der auch den Namen „del Podestà“ trägt; im Inneren besitzt er eine große Kolonnade aus dem 16. Jahrhundert. Das Oratorio di Sant’Andrea wurde kürzlich restauriert und enthält Gemälde lombardischer Meister aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Am Kirchplatz stellen 14 Kapellen einen Kreuzweg dar; sie wurden 1756 errichtet. Zu den Kirchen gehört außerdem eine einschiffige Kirche mit sechs Kapellen, deren Ausstattung Gemälde und Fresken von Pietro Bianchi aus Como sowie Stuckstatuen von Agostino Silva umfasst.

Auch kleinere Elemente des Ortsbilds erzählen von seiner Geschichte: Brunnen und Waschhäuser liegen an Verkehrs- und Verbindungswegen zwischen den verschiedenen Fraktionen. Weitere Brunnen befinden sich in den Ortszentren, oft am Hauptplatz, wo sie einst als Treffpunkte der Bevölkerung dienten. Caspano zeichnet sich innerhalb von Civo außerdem durch alte Adelspaläste aus, die heute baufällig sind und landwirtschaftlich genutzt werden.

Wandern, Radfahren und Aussicht

Der Rundweg „Anello del Bivacco Bottani“ ab Civo ist eine sportliche Wanderung über 11,3 km mit etwa 1.281 Höhenmetern und einer angegebenen Gehzeit von 5 Stunden und 55 Minuten. Sein Beginn liegt in Poira di Dentro; die Strecke führt über die Ebene der Alpe Visogno zum Bivacco Bottani Cornaggia. Damit lassen sich Distanz, Höhenunterschied und Gehzeit bei der persönlichen Tagesplanung berücksichtigen.

Die Kapelle Santa Margherita bei Poira di Civo wurde im Jahr 2000 erbaut. Die Wiese vor ihr bietet Ausblicke auf die orobische Seite, insbesondere auf das Val Gerola. Für die Mountainbike-Runde „Civo-bike“ sind Civo als Start- und Zielort sowie der Kirchplatz von Sant’Andrea in Civo als Ausgangspunkt angesetzt.

Wenn Sie ein Hotel in Civo als Unterkunftsstandort erwägen, können Sie Ihren Aufenthalt an diesen beiden Schwerpunkten ausrichten: kulturgeschichtliche Ortsdetails und eine sportliche Tour. Die unterschiedlichen Ortsbezüge – vom Kirchplatz bis zu Poira di Dentro – helfen Ihnen, Ihre Tage nach Interesse und eigener Geh- oder Radplanung zu ordnen.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Weitere Orte für Ihre individuelle Orientierung sind Teglio, Tovo Di Sant’agata, Mazzo Di Valtellina, Buglio In Monte, Sondrio, Samolaco, Aprica und Grosio.

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