Santa Margherita: Kultur und Wege im Valle Staffora

File:Chiesa di Santa Margherita, telefoto - panoramio.jpg File:Chiesa di Santa Margherita, telefoto - panoramio.jpg Foto: Terensky via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Santa Margherita liegt am rechten Ufer des Torrente Staffora auf 800 Metern über dem Meeresspiegel. Der Ort befindet sich nahezu steil über dem Valle Staffora und bietet eine schöne Aussicht über das Tal. Gepflasterte Gassen und Steinhäuser geben Santa Margherita ein prägnantes Ortsbild, das sich besonders zu Fuß erschließt. Wer für seine Italienreise einen Ort mit Landschaft, gewachsener Architektur und kulturgeschichtlichen Anlaufpunkten sucht, findet hier mehrere unterschiedliche Zugänge zur Umgebung.

Kirche, Burg und Ortsbild

In der Ortschaft befinden sich die Ruinen der Burg der Markgrafen von Malaspina. Sie gehören zu den markanten historischen Bezügen von Santa Margherita und ergänzen den Eindruck, den die alten Gassen und Steinhäuser vermitteln. Die Kirche Santa Margherita steht am höchsten Punkt des Ortes. Sie wurde zwischen 1523 und 1595 fertiggestellt. Die Chiesa di S. Margherita besitzt ein einschiffiges Langhaus und auf jeder Seite zwei Seitenkapellen.

Auch kleinere bauliche Details verdienen Aufmerksamkeit. Die dauerhafte Krippendarstellung wurde durch die Renovierung einer alten Stallung eingerichtet und verwendet Figuren aus Marmormehl. In dieser alten Stallung befindet sich außerdem ein steinerner Bogen aus dem 18. Jahrhundert. Die Krippendarstellung ist direkt von der Straße aus zugänglich, die zum historischen Zentrum von Massinigo führt.

Museen und regionale Geschichte

Das Ecomuseo Il grano in erba ist mit den Gemeinden Santa Margherita Staffora, Brallo di Pregola, Menconico und Romagnese (PV) verbunden. Im Mittelpunkt stehen dort historische Wege wie die Via del Sale, die begangen werden können. Damit lässt sich die Landschaft nicht nur als Aussicht erleben, sondern auch über ihre überlieferten Verbindungen und Wege erschließen.

Das Museo del Salumiere wurde geschaffen, um das Wissen über die Herstellung des Salame di Varzi zu bewahren und weiterzugeben. Im Museum ist ein Laden eines Wurstwarenhändlers so eingerichtet, wie er in den 1930er-Jahren aussah. Einen weiteren historischen Akzent setzt die römische Brennofenanlage von Massinigo: Sie zählt zu den am besten erhaltenen römischen Brennofenanlagen in der Lombardei und ist bislang die einzige im Oltrepò Pavese, die dort nachgewiesen ist.

Wandern auf historischen Wegen

Der Sentiero dei Brignati ist ein etwa 5 Kilometer langer Wanderweg, der die Orte Brallo und Fego verbindet. Sein Verlauf führt durch eine kleine Ortschaft und auf einem Maultierpfad bergab zum Bosco dei Giganti, einem Wald aus jahrhundertealten Kastanienbäumen. Für Ihre Planung ergibt sich damit eine überschaubare Weglänge, während Landschaft, traditionelle Wegführung und alter Baumbestand miteinander verbunden sind.

Ein weiterer Rundweg ist der Giro ad anello lungo la Via del Sale. Er beginnt und endet in Santa Margherita di Staffora (PV). Zusammen mit den historischen Wegen des Ecomuseo Il grano in erba eröffnet dieser Rundweg eine Möglichkeit, Santa Margherita und die umliegenden Themen über längere Gehpassagen zu betrachten. Der historische Karneval von Cegni wird zweimal im Jahr gefeiert und ergänzt das kulturelle Profil der Gegend um einen wiederkehrenden Brauch.

Weitere Orte zur Reiseplanung

Wenn Sie Ihre Auswahl über Santa Margherita hinaus erweitern möchten, können Sie auch Marcignago, Pavia, Menconico, Borgarello, Zinasco Vecchio, Cornale, Casei Gerola und Sartirana Lomellina in Ihre Reiseplanung einbeziehen.

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