Legnano: Kultur, Geschichte und grüne Wege
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Legnano verbindet einen Ausstellungsort im Castello di San Giorgio mit archäologischer Tiefe, sakraler Kunst und grünen Wegen am Olona. Der Parco Castello ist in den größeren lokalen Park PLIS dei Mulini entlang des Flusses Olona eingegliedert. So treffen in Legnano Kultur- und Naturthemen aufeinander – von historischen Bauwerken bis zu geschützten Landschaften.
File:Barn and tree in Parco Alto Milanese - Legnano (MI), Lombardy, Italy - 2021-04-03.jpg
Foto: Mænsard vokser via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kunst und Geschichte im Castello und im Museum
Das Castello di San Giorgio dient heute als Ausstellungsort. Für das 13. Jahrhundert lässt sich der Standort als Ort einer dem heiligen Georg geweihten Kirche und eines Augustinerklosters zurückverfolgen. Im Castello wird außerdem das Triptychon zur Schlacht von Legnano von Gaetano Previati gezeigt. Einen weiter gefassten zeitlichen Bogen eröffnet das Museo Civico Guido Sutermeister: Es bewahrt archäologische Sammlungen mit Funden ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur Renaissance.
Die Loggetta des Museo Civico Guido Sutermeister präsentiert eine chronologische Ausstellung zu den antiken Kulturen des Gebiets von Legnano vom 3. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. Kostenpflichtige Führungen für Einzelpersonen und Gruppen sind nach Voranmeldung möglich. Damit lässt sich der Museumsbesuch gezielt vertiefen, wenn Sie sich für die lange Entwicklung des Gebiets interessieren.
Sakrale Kunst und historische Bauwerke
Die Basilica di San Magno wurde zwischen 1504 und 1513 errichtet. Der junge Maler Gian Giacomo Lampugnani übertrug dabei die Zeichnungen und Angaben Bramantes in die Mauern. In der Basilica befinden sich Werke von Bernardino Luini, Bernardino Lanino, Francesco Lampugnani und Gianbattista Lampugnani. Die Chiesa di Sant'Ambrogio bewahrt die Fundamente einer ursprünglichen, nach Osten ausgerichteten halbrunden Apsis, die Archäologen dem 5. Jahrhundert zuordnen. In ihren Lünetten befinden sich außerdem acht von Giambattista und Francesco Lampugnani gemalte Propheten.
Rund um das Santuario della Madonna delle Grazie stehen im Garten fünfzehn halbrund angeordnete Kapellen. Sie wurden ursprünglich zwischen 1895 und 1897 von dem aus Cremona stammenden Maler Bacchetta mit Fresken versehen. Das Monumento di Alberto da Giussano wurde 1900 eingeweiht und vom Bildhauer Enrico Butti geschaffen. Palazzo Leone da Perego und Palazzo Ottone Visconti entstanden in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gehörten zur erzbischöflichen Domäne, die auch große Gebiete im zentralen Bereich von Legnano umfasste. Das Santuario di Santa Teresa del Bambin Gesù wurde am 13. September 1933 geweiht.
Wege und geschützte Landschaften
Der historische Olona-Weg ist ein Fußweg mit neun Orientierungspunkten und erläuternden Schildern. Er führt von den Wasserfällen der Via Pontida bis zur Cornaggia-Mühle am Castello Visconteo di Legnano. Der Weg ist kostenlos und für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Der Parco Alto Milanese ist ein geschütztes Gebiet des Typs Parco Locale di Interesse Sovracomunale, kurz PLIS; etwa 178 Hektar davon liegen in Legnano. Die Biblioteca Verde dort ist ein botanischer Lehrpfad mit zehn Informationstafeln für Schüler und die gesamte Bürgerschaft.
Veranstaltungen und Automobilgeschichte
Der Palio di Legnano umfasst Veranstaltungen zur historischen Darstellung der Schlacht von Legnano. Bei „Manieri Aperti“ am ersten Sonntag im Mai können Besucher an einem Contrada-Abendessen teilnehmen, historische und kostümkundliche Ausstellungen besichtigen sowie an Führungen durch die Manieri teilnehmen. Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Museo Fratelli Cozzi mit einer Sammlung von mehr als 60 Alfa-Romeo-Fahrzeugen, die 60 Jahre Geschichte erzählen. Das Museum ist an geplanten Öffnungsterminen für die Öffentlichkeit zugänglich; außerhalb dieser Termine und Zeiten ist es nicht öffentlich geöffnet.
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