Carenno: Maurergeschichte und Ausflüge zwischen Monti Tesoro und Ocone

File:Madonna della Cintura (Carenno) 06.jpg File:Madonna della Cintura (Carenno) 06.jpg Foto: Kaitu via Wikimedia Commons, CC0

Carenno liegt im Mittelgebirge zwischen den Monti Tesoro und dem Ocone. Diese Lage ermöglicht verschiedene Ausflüge in die umliegenden Naturgebiete. Das Museo Ca’ Martì dokumentiert die Geschichte, das Leben und die Arbeit der Maurer aus Carenno und dem Valle San Martino zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert.

Maurergeschichte im Museo Ca’ Martì

Das Museo Ca’ Martì befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem Zeitraum vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Seine Baugeschichte beginnt im 15. Jahrhundert, während die Maurerdokumentation das 19. und 20. Jahrhundert behandelt. Dokumente, Gegenstände, Bilder und Stimmen vermitteln das technische Wissen und das soziale Leben der Maurer. Sie bewahren außerdem die Erinnerung an ihre berufliche Identität, ihre Mühen und die häufige Emigration. Die Themen reichen damit von handwerklichen Kenntnissen bis zu sozialer Lebensgeschichte und den Erfahrungen, die mit dieser Arbeit verbunden waren.

Die Route Valle dei Muratori

Am Museo Ca’ Martì beginnt die Route Valle dei Muratori. Sie führt zu Orten und Spuren, die mit der Arbeit der Maurer im Gebiet von Carenno verbunden sind; ihr weiterer thematischer Horizont ist das gesamte Valle San Martino. Die Route stellt so einen konkreten Bezug zu Carenno her und weist zugleich über den Ort hinaus in das Tal.

Im Ort umfasst die Valle dei Muratori 16 bedeutende Stationen an interessanten Gebäuden oder Siedlungskernen. In der umgebenden Natur bezieht sie weitere Orte ein, die Ressourcen für das Bauhandwerk lieferten. An jeder Station finden Besucher eine erläuternde Informationstafel. Dadurch bleiben neben einzelnen Gebäuden und Siedlungskernen auch die natürlichen Ressourcen im Blick, die für das Bauhandwerk eine Rolle spielten. Die 16 Stationen geben dem Ortsabschnitt einen festen Rahmen für die inhaltliche Planung; die Naturorte erweitern die Route über Gebäude und Siedlungskerne hinaus, ohne den Bauhandwerksbezug zu verlieren.

Weitere landschaftliche und kulturelle Bezüge

Die Dorsale Orobica Lecchese ist an ihrer Westseite von Carenno aus erreichbar. Für die Ausflugsplanung ist die von Carenno aus erreichbare Westseite der Dorsale ein weiterer Bezug zu einem größeren Landschaftsraum.

Der Torre Tuzzano Rota ist mittelalterlichen Ursprungs und dem bekannten Heerführer gewidmet. Das Oratorio di San Domenico weist besondere Gemälde mit Darstellungen des Totentanzes auf. Die Pfarrkirche Santi Pietro e Biagio ist eine sehenswerte Kirche in der Valle San Martino. Zusammen eröffnen diese konkreten Orte unterschiedliche Zugänge zu Geschichte, religiöser Bildwelt und regionaler Kultur.

Praktische Orientierung für Ihren Aufenthalt

Die Area sosta di Carenno verfügt über Stromanschlüsse und Trinkwasser zur Wasserversorgung. Für die Aufenthaltsplanung können Sie zunächst zwischen der Maurergeschichte im Museo Ca’ Martì und bei der Route Valle dei Muratori, den Orten Torre Tuzzano Rota, Oratorio di San Domenico und der Pfarrkirche Santi Pietro e Biagio sowie den Ausflügen in die umliegenden Naturgebiete unterscheiden und den Aufenthalt thematisch gliedern.

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