Corte De' Frati: Geschichte im Parco Regionale Oglio Nord

Zwischen Ortsgeschichte und Parklandschaft

Corte De' Frati ist ein Ziel für Reisende, die italienische Ortsgeschichte und Landschaft in einem klar umrissenen Gemeindegebiet erkunden möchten. Der Ort liegt innerhalb des Regionalparks Parco Regionale Oglio Nord. Die Ursprünge von Corte de' Frati sollen bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen; damals trug der Ort den Namen „Corte de’ Zeni“. Corte de’ Zeni war dabei die historische Bezeichnung; Corte De' Frati ist der heutige Ortsname. Für Sie entsteht daraus ein historischer Rahmen, der von religiösen Zeugnissen, früheren Befestigungen und einer Villa mit landwirtschaftlichem Bezug geprägt ist.

Die Pfarrei „Parrocchia dei Santi Filippo e Giacomo“ steht im Zusammenhang mit der Pastoralvisitation von 1602. Ebenfalls für das Jahr 1602 ist die Filialkirche San Rocco in Aspice ein historischer Bezugspunkt. Wer sich für die Entwicklung kleiner italienischer Orte interessiert, findet hier zwei konkrete Bezugspunkte aus derselben Epoche, die sich unabhängig voneinander betrachten lassen. Die Pfarrei trägt die Namen Filippo und Giacomo, während San Rocco mit Aspice verbunden ist.

Spuren des ehemaligen Trincerone

Auf dem Abschnitt von Noci nach Grumone sind in Abständen noch Geländeerhebungen erhalten, die als Überreste des ehemaligen „Trincerone“ gelten. Der Trincerone wurde 1648 aus Erde und Reisig errichtet, um die französische Armee von dem belagerten Cremona fernzuhalten. Sein Verlauf reichte von S. Bernardo in Cremona bis Grumone; einschließlich einiger Windungen war er 10 Meilen lang. Der Abschnitt von Noci nach Grumone ist damit ein Teil des Verlaufs, der von S. Bernardo in Cremona bis Grumone reichte. Die zehn Meilen umfassen einige Windungen des historischen Verlaufs und beschreiben deshalb keine gerade Strecke. Die Erhebungen sind historische Spuren; ein heutiger Rundgang gehört nicht zu diesem historischen Verlauf.

Villa Manna Roncadelli Vaghi in Grumone

In der Ortschaft Grumone befindet sich die Villa Manna Roncadelli Vaghi. Ihre Bausubstanz stammt aus dem 16. Jahrhundert. In der Villa bestehen ein Wohnbereich und ein landwirtschaftlicher Bereich nebeneinander. Die Verbindung von Wohnbereich und landwirtschaftlichem Bereich gehört zur baulichen Einordnung der Villa. Für Kulturinteressierte stehen hier neben kirchlicher Geschichte auch historische Architektur und die traditionelle Beziehung zwischen Wohnen und Landwirtschaft im Blick.

Orientierung für Ihre Reiseplanung

Für die Anreise zu einem weiteren konkreten Bezugspunkt ist das Agriturismo Colombarotto relevant: Es ist von der Autobahnausfahrt Pontevico der Autobahn Brescia–Cremona aus erreichbar, wenn Sie den Wegweisern nach Corte de' Frati folgen. Am selben Agriturismo beginnt und endet der Sentiero Campestre 9; die Wegführung bildet damit eine Schleife. Der Rückweg zum Ausgangspunkt gehört bei dieser Schleife zur individuellen Tagesplanung. Der Weg liegt in Alfiano Nuovo, das zur Gemeinde Corte de' Frati gehört.

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