Cremona zwischen Geigenbau, Flusslandschaft und Radwegen

File:Loggia dei Militi in Cremona (2).jpg File:Loggia dei Militi in Cremona (2).jpg Foto: Tournasol7 via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Cremona ist ein Ziel, in dem sich Stadtgeschichte, Geigenbau, Wasserlandschaften und regionale Küche auf unterschiedliche Arten erkunden lassen. Das historische Zentrum von Cremona wird durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen. Für die Anreise mit der Bahn wird der Bahnhof von der nationalen Eisenbahngesellschaft Trenitalia bedient. Cremona liegt außerdem an der Autobahn A21: Die Ausfahrten Cremona und Castelvetro Piacentino ermöglichen den Zugang aus Norden beziehungsweise Süden. Ein 48-Stunden-Reiseverlauf durch Cremona und die Provinz führt in ein Gebiet, in dem der Po die Grenze zur Emilia-Romagna bildet.

Historisches Zentrum und Cremonas Museen

Der Aufstieg auf den Torrazzo führt über 502 Stufen zu einer obersten Terrasse mit einem 360-Grad-Panorama. Im Torrazzo befindet sich außerdem das Museo Verticale, ein Ausstellungsparcours über Astronomie, Zeitmessung sowie die Geschichte und Funktionsweise der astronomischen Uhr. Das Museo Civico Ala Ponzone umfasst eine Abteilung zum Mittelalter und zum Quattrocento mit Skulpturen, abgenommenen Fresken, Deckentafeln und einer umfangreichen Auswahl von Werken aus dem Umfeld der Familie Bembo. Der Fremdenverkehrs-Infopoint von Cremona bietet täglich geführte Besichtigungen der Stadt und der Geigenbauwerkstätten an.

Ein eigener Schwerpunkt der Stadt ist die Geschichte des Geigenbaus. Das Museo del Violino vermittelt fünf Jahrhunderte dieser Handwerksgeschichte, von Stradivari bis zur Gegenwart. Zu seiner Ausstattung gehören Stradivari-Exponate und die Rekonstruktion einer Geigenbauwerkstatt. In Cremonas Geigenbauwerkstätten können Sie einen Teil der Herstellung eines Streichinstruments beobachten und den Erklärungen eines Geigenbaumeisters zuhören. Der traditionelle Geigenbau in Cremona ist als immaterielles UNESCO-Kulturerbe geschützt.

Theater, Festungen und Druckgeschichte

Auch die Theatergeschichte gehört zum kulturellen Profil Cremonas. Im Teatro Amilcare Ponchielli können Zuschauerraum, königliche Loge, Bühne und Künstlergarderoben besichtigt werden. Das heutige Gebäude des Teatro Amilcare Ponchielli stammt aus dem Jahr 1808.

In Soncino verfügt die Rocca Sforzesca über mehrere unterirdische Räume, darunter ein ehemaliges Gefängnis, sowie über eine interne Treppe, die vom Untergeschoss zum Torre del Capitano führt. Das Museo della Stampa in Soncino zeigt Druckpressen, Setzkästen und Schriftkästen in der sogenannten Casa degli Stampatori. Mit dem Druck des ersten dort gedruckten Buches begann die Drucktätigkeit in Soncino 1483; sie wurde bis 1490 fortgeführt. Die Drucker von Soncino stellten 1488 eine vollständige Bibel her.

In Pizzighettone sind die Mauern in ihren Innenbereichen und entlang der Wehrgänge nahezu vollständig wiederhergestellt und besuchbar. Das wiederhergestellte Areal der ehemaligen Verteidigungsanlage kann zum Spazierengehen genutzt werden; in den begehbaren Bastionsräumen finden Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Damit ergänzen historische Anlagen die Museen und Werkstätten um konkrete Einblicke in Verteidigung, Architektur und frühere Arbeitswelten.

Radwege und Flusslandschaften

Für aktive Tage bietet der Parco del Po e del Morbasco in der näheren Umgebung drei Erholungsrouten entlang des Cavo Morta, des Morbasco und des Flusses Po. Die Route entlang des Morbasco erreicht über den Uferdamm die Via del Sale in Cremona. Sie führt an Wiesen, kleinen Pappelbeständen und Auwald mit dichter Strauchvegetation entlang des Wasserlaufs vorbei.

Das Radwegenetz von Cremona umfasst mehr als 300 Kilometer. Die Route Lungo i Navigli Cremonesi verläuft zu 80 Prozent auf geschützten Radwegen und ansonsten auf Nebenstraßen mit geringer Verkehrsdichte. Sie führt durch den nordwestlichen Teil der Provinz Cremona entlang der Treidelwege des Naviglio civico di Cremona aus dem 14. Jahrhundert und des Canale Vacchelli aus dem 19. Jahrhundert. Zum Verlauf gehört auch der hydraulische Komplex Tombe Morte–Tredici Ponti. Die Radrouten von Cremona verbinden das Stadtzentrum mit der Landschaft der Provinz Cremona und den dortigen Dörfern.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Route Ciclabile delle città murate. Sie führt an Aussichtspunkten an Adda und Oglio, an den natürlichen Hängen ihrer Flusstäler sowie am hydraulischen Knoten Tombe Morte–Tredici Ponti vorbei. So können Sie für Ihre Reise zwischen Stadtbesichtigungen, handwerklicher Kultur, Wegen am Wasser und längeren Ausflügen durch die Provinz unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Geschmack der Cremoneser Gegend

Auch die regionale Küche lässt sich über konkrete Produkte kennenlernen. Sechs im Cremoneser Gebiet hergestellte Käsesorten tragen die geschützte Ursprungsbezeichnung DOP: Grana Padano, Provolone Valpadana, Taleggio, Quartirolo Lombardo, Gorgonzola und Salva Cremasco. Diese Auswahl ergänzt eine Reise, die historische Orte, Landschaft und lokales Handwerk miteinander verbindet.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Torre De' Picenardi, Montodine, Pieve D'olmi, San Bassano, Torlino Vimercati, Gussola, Soncino, Cremona, Costa Santʼ Abramo, Castelleone, Drizzona, Soresina, Vailate, Cignone, Bagnolo Cremasco, Agnadello, San Giovanni in Croce, Boschetto, Pescarolo ed Uniti, Battaglia, Ca' De' Mari, Pizzighettone, Casteldidone, Gerre De' Caprioli, Sospiro, Rivarolo Del Re, Spino D'adda, San Latino, Offanengo, Motta Baluffi, Moscazzano, Castel Gabbiano, Credera, Vaiano Cremasco, Cansero, Casalmaggiore, Corte De' Frati, Cicognolo, Crema, Stagno Lombardo, Bordolano

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lombardei.

Unterkünfte in Cremona vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige