Lomazzo: Archäologie, Architektur und Wege im Parco del Lura
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Foto: Ottantafame via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Lomazzo ist ein Ziel für Reisende, die historische Spuren, lombardische Architektur und Landschaftserlebnisse miteinander verbinden möchten. Archäologie, bedeutende Bauwerke und Wege durch den Parco del Lura geben dem Ort unterschiedliche Facetten. Die Themen reichen dabei vom historischen Ortsbild bis zu den Wegen und Waldflächen des Parks.
Archäologische und politische Spuren
Archäologische Funde aus der Eisenzeit belegen Siedlungen in Lomazzo bereits im 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr. Zu den archäologischen Überresten gehört außerdem eine römische Nekropole aus dem 1. Jahrhundert v. Ein weiteres römisches Zeugnis ist eine Weihinschrift an die Matronen des Tito Sestio Agathon. Auch politische Geschichte ist mit dem Ort verbunden: In Lomazzo führten die Delegationen von Mailand und Como 1249 und 1286 Friedensverhandlungen zum Abschluss. Die Friedensverhandlungen ergänzen die archäologischen Zeugnisse um einen mittelalterlichen Abschnitt der Ortsgeschichte.
Architektur und Kunst in Lomazzo
Der Palazzo Arconati war Sitz des ehemaligen Prätoriums. Die heutige Chiesa di San Vito ist ein Beispiel lombardischer neoklassizistischer Architektur und wurde um 1790 vom Tessiner Architekten Simone Cantoni entworfen. Beim Palazzo steht seine frühere politische Funktion im Vordergrund, bei San Vito die neoklassizistische Gestaltung.
Das Museo Puthod im Rathaus von Lomazzo beherbergt bedeutende Werke der Malerin Dolores Puthod. Der Komplex Villa Somaini umfasst die Villa Somaini, die Villa Raimondi-Carcano und verschiedene Nebengebäude. Mit dem Cotonificio Somaini kommt ein Zeugnis der Industriegeschichte hinzu: Trotz seiner Restaurierung bewahrt es sein ursprüngliches Erscheinungsbild und gilt als Beispiel für Industriearchäologie des 19. Jahrhunderts. Damit reicht der architektonische Themenbogen bis zu den Villen und zur Industriegeschichte.
Landschaft des Parco del Lura
Lomazzo gehört zu den neun Gemeinden, deren Gebiet vom Parco del Lura berührt wird. Die Landschaft des Parks umfasst Eichen- und Robinienwälder, verbliebene Kiefernwälder, Auwälder sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. In der Ortschaft Bissago begrenzen von Linden, Säulenpappeln, Platanen und Ahornbäumen gesäumte Alleen einen Bereich, der für die historische lombardische Agrarlandschaft typisch ist. Wer den Park besucht, trifft dabei auf Wald, Alleen und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Wege, Radfahren und Ausflugsziele
Nördlich von Bissago führen Wege durch den Kiefernwald zur Ponte degli Alpini. Von Bissago aus ist die Cascina Menegardo im Osten über Wege erreichbar. Bissago ist dabei der Bezugspunkt für beide Wege. Der Radweg im Parco del Lura eignet sich für den Radtourismus durch die lombardische Landschaft.
Praktische Orientierung für Ihren Aufenthalt
Für die Chiesa Parrocchiale di San Siro ist ein freier Zugang während der Öffnungszeiten vorgesehen. Die Chiesa Parrocchiale di San Siro bildet damit einen eigenen Besuchspunkt im Ort.
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