Griante am Comer See: Wege, Villen und Kirchen

File:Villa il Giumello, villa in Cadenabbia, villages in Griante, Italy, 1935.jpg File:Villa il Giumello, villa in Cadenabbia, villages in Griante, Italy, 1935.jpg Foto: Kresspahl via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Für eine Reise nach Griante stehen Wege, historische Orte und Aussichtspunkte als unterschiedliche Schwerpunkte zur Auswahl. Die etwa 10 Kilometer lange Greenway del lago di Como führt durch Griante. Sie kann vollständig in etwa dreieinhalb Stunden zu Fuß begangen oder abschnittsweise zurückgelegt werden. Durch Griante verläuft außerdem ein Abschnitt der historischen Via Francigena Romana. Damit lässt sich die Planung zwischen einer längeren Wanderung, einzelnen Etappen und einem historischen Weg gut ausrichten.

Villen zwischen Griante und Cadenabbia

Villa Maresi ist eine historische, zum See ausgerichtete Residenz zwischen Griante und Cadenabbia. Sie wurde zwischen 1895 und 1905 auf den Ruinen eines alten Herrenhauses errichtet, das zu einem Befestigungskomplex gehörte, und liegt in einem Park am Fuß des Sasso di San Martino. Das Gebäude ist im englischen neugotischen Stil gestaltet. In Cadenabbia di Griante wurde die Villa Margherita 1853 im Auftrag des Verlegers Giulio Ricordi erbaut. Die Villa Collina in Griante steht auf den Ruinen eines alten mittelalterlichen Turms und ist von einem Park umgeben.

Kirchen mit Geschichte und Kunst

Die Chiesa di San Martino bestand bereits Ende des 16. Jahrhunderts unter dem Namen San Martino al Monte und erhielt etwa Mitte des 17. Jahrhunderts ihren heutigen Namen und Titel. Auf 475 Metern Höhe steht sie auf einer natürlichen Terrasse mit Panoramablick auf den Comer See und die Berge im Hintergrund. In der Chiesa dei Santi Nabore e Felice bewahrt ein Freskofragment aus dem 14. Jahrhundert die Darstellung der Anbetung der Heiligen Drei Könige an der Grotte von Bethlehem. Dort befindet sich außerdem ein Altarbild der Himmelfahrt Mariens von Alessandro Maganza (1556–1632), einem Schüler Tizians.

Die Chiesa Anglicana dell’Ascensione war die erste auf italienischem Staatsgebiet errichtete anglikanische Kirche. Ihre Architektur weist Merkmale der lombardischen Spätgotik des 15. Jahrhunderts auf: ein einschiffiges Langhaus, große Querbögen, eine Fensterrose an der Fassade, kleine Bögen unter den Dachtraufen und Fialen über den tragenden Pfeilern.

Wanderungen mit Blick und Befestigungsgeschichte

Eine Wanderung von Griante führt zum Sasso San Martino, von dem aus sich ein weiter Blick über den Comer See bietet. Das Gebiet um den Sasso San Martino war Teil der Cadorna-Linie, einer wichtigen Verteidigungslinie des Ersten Weltkriegs; davon zeugen Schützengräben, Stollen und gepanzerte Stellungen. La Via dei Castelli ist ein einfacher Spazierweg im Hinterland und eine alternative Route zur Greenway del Lago di Como; er führt an verschiedenen Stätten alter Befestigungsanlagen vorbei. Die Via dei Castelli dauert etwa 40 Minuten pro Strecke; neben dem Ausgangspunkt gibt es kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze.

Cadenabbia als Orientierung am See

Cadenabbia verfügt über einen der wichtigsten Fähranleger, der das Zentrum des Comer Sees mit Varenna und Bellagio verbindet.

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