Mezzoldo zwischen Bergwegen und mittelalterlichen Spuren
Unterkünfte in Mezzoldo
Mezzoldo verbindet hochalpine Wege, historische Verkehrsverbindungen und gut erkennbare Spuren des ländlichen Lebens. Der CAI-Weg 115 beginnt in Ponte dell’Acqua oberhalb von Mezzoldo und führt zum Passo di S. Simone auf 2.106 m. Damit steht ein konkreter Bergbezug im Mittelpunkt, der sich mit kulturgeschichtlichen Wegen und dem historischen Zentrum des Ortes verbinden lässt.
Bergwege zwischen Wasserfall, Weiden und Gipfel
Der CAI-Weg 115 führt nahe an einem Wasserfall vorbei und steigt durch Weiden bis zum Passo di S. Simone auf. Über denselben Weg ist von Ponte dell’Acqua aus auch der Monte Cavallo in den Bergamasker Alpen erreichbar. Der Gipfel liegt auf 2.323 m. Die anspruchsvolle Wanderung zum Monte Cavallo führt durch Wälder und die Weiden der Val Terzera; außerdem gehören ausgesetzte und schottrige Abschnitte zum Wegverlauf.
Eine weitere Orientierung bietet das Gemeindegebiet von Mezzoldo: Ab dem Friedhof verlaufen die historische und die Wanderroute ohne Unterbrechung bis zum Passo San Marco. Die beiden Bezeichnungen stehen dabei für unterschiedliche historische und landschaftliche Bezüge, die sich in der Planung einer Bergtour berücksichtigen lassen. Die Via del Ferro ist ein historisch-naturkundlicher Weg, der die ehemaligen Bergwerke und Schmelzöfen des Val Torta mit Mezzoldo verbindet. Sie erzählt die jahrtausendealte Geschichte der Eisenförderung im oberen Tal.
Ortsgeschichte unter Arkaden und in den Borghi
Auch das historische Zentrum von Mezzoldo hat mittelalterliche Wurzeln. Unter den Arkaden von Cà Bereri, die einst Reisenden als Zuflucht dienten, sind ein Portal mit der lateinischen Inschrift „Hostium non Hostium“ und eine auf ein nahegelegenes Haus gemalte Sonnenuhr erhalten. Beide Details geben dem Ortsbild eine konkrete historische Dimension, ohne dass dafür ein großer Museumsrahmen nötig ist.
Zur sakralen Architektur gehören die Chiesa Parrocchiale di San Giovanni Battista und die Chiesa di San Rocco in Mezzoldo. Die Pfarrkirche San Giovanni Battista wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Die Chiesa di San Rocco entstand während der Pest von 1630 zu Ehren des Heiligen. So begegnen Ihnen im Ort unterschiedliche Zeitschichten: mittelalterliche Ursprünge, kirchliche Baugeschichte und Erinnerungen an eine einschneidende Epoche.
Die Borghi di Sparavera, Scaluggio e Soliva haben mittelalterliche Ursprünge. Dicht aneinandergebaute Häuser sowie alte Brunnen und Waschhäuser prägen diese Weiler. Wer neben einer Bergwanderung auch auf Bauformen, kleine Ortsstrukturen und historische Alltagsdetails achtet, findet hier einen anderen Zugang zu Mezzoldo als auf den Wegen in Richtung Pass.
Passo S. Marco und Gleitschirmfliegen
Am Passo S. Marco liegt der Gleitschirmstartplatz an der Westseite nahe dem Pass. Vom Parkplatz in der Nähe des Passes ist er in zwei Gehminuten zu Fuß erreichbar. Die empfohlene Jahreszeit für das Gleitschirmfliegen reicht vom Frühjahr bis in den späten Herbst. Für den Itinerario del Rovelli sind geführte Besichtigungen nach Reservierung vorgesehen; dieser Programmpunkt lässt sich daher anders planen als eine eigenständig begangene Route.
Bei der Wahl einer Unterkunft in Mezzoldo können Sie deshalb zunächst entscheiden, ob der Schwerpunkt auf Bergwegen, historischen Spuren oder einer Verbindung beider Interessen liegen soll. Ein Hotel in Mezzoldo ist dabei der Ausgangspunkt für Ihre weitere Reiseplanung, während die geprüften Wege, Kirchen, Borghi und Passlandschaften die inhaltlichen Anknüpfungspunkte des Aufenthalts bilden.
Weitere Orte in der Umgebung
Für die weitere Orientierung können Sie auch Leffe, Villassio, Selino Basso, Tavernola Bergamasca, Bossico, Selvino, Ponte San Pietro und Costa Valle Imagna ansehen.
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