Gazzaniga zwischen schwarzem Marmor und historischen Wegen
Unterkünfte in Gazzaniga
Gazzaniga verbindet die Geschichte des schwarzen Marmors mit Kirchen, Oratorien, alten Ortsbildern und dem CAI-Weg 523 zum Monte Poieto.
Schwarzer Marmor als Teil der Ortsgeschichte
Seit dem 15. Jahrhundert waren in Gazzaniga Steinbrüche in Betrieb. Sie lieferten vor allem Schotter und Steine, auch in großen Formaten, die für Mauern, Häuser und öffentliche Gebäude verwendet wurden. Ab Beginn des 17. Jahrhunderts wurde der intensiv und gleichmäßig schwarze Stein poliert und in Kirchen und Palästen für mehrfarbige Intarsien eingesetzt, unter anderem im Zusammenhang mit Barock und Gegenreformation.
Diese handwerkliche und bauliche Tradition lässt sich an mehreren Orten nachvollziehen. Das Museo del Marmo Nero ist eine Freiluftausstellung in einem Garten neben dem Rathaus und der Bibliothek von Gazzaniga; dort sind große halbfertige Monolithen zu sehen. Auch das Tempietto del Rovaro wurde vollständig aus Werksteinen des örtlichen kostbaren schwarzen Marmors errichtet.
Kirchen, Fresken und Pilgertraditionen
Die Pfarrkirche Santa Maria Assunta und Sant'Ippolito wurde 1457 erbaut und der Geburt Mariens geweiht. 1666 wurde sie zu einem Pilgerziel, nachdem die Gebeine des heiligen Märtyrers Hippolyt aus den Katakomben von Rom dorthin überführt worden waren.
Das Oratorio di San Rocco al Lago liegt auf einem der drei Hügel über Gazzaniga, auf 480 Metern über dem Meeresspiegel. Zwischen 1520 und 1530 wurde es vollständig mit Fresken ausgemalt, die größtenteils von der Werkstatt der Marinoni aus Desenzano al Serio ausgeführt wurden. Im Jahr 1630 diente das Oratorium als Lazarett zur Quarantäne von Pestkranken.
Das Tempietto del Rovaro, wie es heute erscheint, wurde 1933 neben einer älteren Kapelle aus dem 17. Jahrhundert errichtet. Zur Geschichte des Rovaro gehört außerdem die frühere Kapelle, die wegen des wundertätigen Kruzifixes zahlreiche Pilger anzog.
Historisches Zentrum und besondere Bauwerke
Die Via Briolini heißt auch Villa und ist der älteste Teil des historischen Zentrums von Gazzaniga. Dort ist der mittelalterliche Grundriss mit Loggien, Arkaden und von Steinsäulen getragenen Portiken noch sichtbar.
Im Oratorio di S. Croce befindet sich über dem einzigen Altar ein Gemälde, das um 1640 bei dem aus Clusone stammenden Maler Domenico Carpinoni in Auftrag gegeben wurde. Der Altar wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts aus örtlichem schwarzem Marmor mit mehrfarbigen Intarsien von der örtlichen Werkstatt der Manni neu gestaltet. Im antiken Oratorio di S. Croce befinden sich außerdem Fresken, die um 1520 von den Malern Marinoni aus Desenzano al Serio ausgeführt wurden.
Auf dem Colle del Castello befindet sich eine kreisförmige, terrassierte Anlage, in deren Innerem eine kleine Kirche mit einem alten Turm steht. Weiterhin erhalten sind dort der Turm und die Struktur des alten Oratoriums; offenbar trägt es nicht mehr den Namen S. Carlo del Castello.
Auch Orezzo trägt zur architektonischen Vielfalt bei. Dort sind Bauernhäuser mit mittelalterlichem Grundriss sowie Holzloggien mit verflochtenen Balkonen noch sichtbar. Das Oratorio della SS. Trinità in Orezzo wurde 1585 erbaut. Die Kirche der SS. Trinità bewahrt einen Altar und weitere Verzierungen an den Seitentüren aus der Manni-Schule sowie kostbare alte Gemälde.
Wege und Orientierung für Ihren Aufenthalt
Der Giardino Geologico della Valle Seriana liegt nördlich der Feuerwehrstation von Gazzaniga zwischen der Schnellstraße des Valle Seriana und den Anschlussstellen Gazzaniga-Cene. Durch das Gelände verläuft auch ein Rad- und Fußweg.
Der CAI-Weg 523 beginnt in Gazzaniga und führt durch Wiesen, Wälder und Hanglagen zum Monte Poieto.
Weitere Ziele im regionalen Umfeld
Capriate San Gervasio, Entratico, Treviolo, Vigano San Martino, Telgate, Fontanella, Colognola und Brumano
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