Bariano: Sakralkunst, Klostergeschichte und Wege am Serio
Unterkünfte in Bariano
Bariano zwischen Sakralkunst und Serio-Landschaft
Bariano verbindet ländliche Architektur, sakrale Kunst und Spuren älterer Geschichte mit einer Landschaft am Fluss Serio. Für Ihre Reiseplanung eröffnet der Ort damit mehrere Blickwinkel: Im historischen Zentrum stehen Bauwerke und religiöse Orte im Mittelpunkt, während die Ciclovia della pianura bergamasca einen Naturweg für Radfahrer und Fußgänger durch Bariano führt.
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Foto: Daniele Valtorta via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
Historisches Zentrum mit mehreren Zeitschichten
Zum historischen Zentrum von Bariano gehören der „Palazzo“, das als „Stallo Misericordia“ bezeichnete Gebäude und der Palazzo Grataroli. Der „Palazzo“ steht wahrscheinlich an der Stelle der früheren Befestigungsanlage von Bariano. Am Palazzo Grataroli sind noch deutliche Spuren seiner früheren repräsentativen Bedeutung erhalten. So wird der Ortskern von unterschiedlichen historischen Zeitschichten geprägt.
Kirchen und Kunst in Bariano
Die Pfarrkirche Santi Gervasio e Protasio wurde ab 1743 an der Stelle der abgerissenen Kirche San Bartolomeo errichtet. Filippo Alessandri entwarf sie im neoklassizistischen Stil des 18. Jahrhunderts. An Decke und Presbyterium befinden sich Stuckarbeiten und Fresken aus dem späten 18. Jahrhundert.
In der Chiesa dell’Annunciata steht ein Altarbild der Verkündigung von Vincenzo Angelo Orelli, das der Künstler in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts ausführte. Die Kirche selbst wurde 1610 von Cavaliere Antonio Rivola an der Stelle der abgerissenen Kirche der Heiligen Protasio und Gervasio errichtet. Baugeschichte und Ausstattung stammen damit aus verschiedenen Epochen.
Convento dei Neveri und Cappella dei Mortini
Im Convento dei Neveri sind Fresken in der Westapsis erhalten, die aus dem 14. Jahrhundert stammen. Außerdem sind dort römische und langobardische Gräber weiterhin sichtbar. Die dortige Klostergeschichte lässt sich bis 1480 zurückverfolgen: Damals übergab der Erzpriester von Bariano, Fermo Furnio da Caravaggio, die Kirche und das umliegende Gelände der Kongregation der Karmeliterpatres von Mantua, die dort ihr Kloster gründeten.
Nahe dem historischen Zentrum von Bariano liegt an der Via Diaz die Cappella dei Mortini, die als kleines Oratorium gilt. Vor dem Gebäude liegt ein mit Bänken ausgestatteter Platz. Ein Fresko gilt als Darstellung der Jungfrau Maria mit dem Kind und einem Engel; zu ihren Füßen sind einige Verdammte im Feuer zu sehen, die um Fürsprache bitten.
Landschaft, Bahnhof und Radweg
Bariano besitzt am Korridor des Parco del Serio einen Bahnhof an der Bahnstrecke Mailand–Treviglio–Brescia. Die ländliche Architektur von Bariano erstreckt sich vom historischen Zentrum durch die Landschaft bis zu den Ufern des Flusses Serio, an denen Bariano entlangführt.
Für aktive Tage ergänzt die Ciclovia della pianura bergamasca den historischen Rundgang. Sie führt in Bariano über einen Naturweg, der von einem Waldabschnitt aus erreichbar und für Radfahrer sowie Fußgänger geeignet ist. Damit lässt sich die Ortswahrnehmung um einen landschaftlichen Aspekt ergänzen, ohne den historischen Kern aus dem Blick zu verlieren.
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie außerdem Fonteno, Adrara San Rocco, Brusaporto, Mozzanica, Cavernago, Antegnate, Schilpario und Fara Gera D'adda auswählen.
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