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Averara zwischen Via Mercatorum und Kastanienhainen

Unterkünfte in Averara

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Averara verbindet historische Wege, ländliche Kulturlandschaft und Bergziele zu einem Reiseziel mit mehreren gut unterscheidbaren Facetten. An der Via Porticata di Averara stehen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert; zugleich führen Wanderwege zu Felsformationen, Seen und hoch gelegenen Berghütten. Wer italienische Geschichte gern mit Bewegung und regionalem Alltagsleben verbindet, findet hier konkrete Anknüpfungspunkte für unterschiedlich lange Tage.

File:Averara - Chiesa di Santa Maria ad Nives - 2023-09-08 19-47-05 001.jpg File:Averara - Chiesa di Santa Maria ad Nives - 2023-09-08 19-47-05 001.jpg Foto: Deangelig58 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Via Porticata und die Spuren der Via Mercatorum

Die Via Porticata di Averara ist ein Abschnitt der antiken Via Mercatorum. Diese historische Verbindung brachte Bergamo vor dem Bau der Via Priula mit den Grisons und Mitteleuropa zusammen. Sie ist zu Fuß oder mit Rädern über eine asphaltierte Straße erreichbar, sodass sich die historische Umgebung auch ohne eine lange Bergwanderung erkunden lässt.

Zur Geschichte der alten Verkehrswege gehört auch Casa Bottagisi, ein altes, charakteristisches Gebäude an der Via Mercatorum. Casa Bottagisi kann kostenlos frei betreten werden. Führungen sind nach vorheriger Reservierung und gegen Bezahlung möglich. Einer der mittelalterlichen Türme von Averara liegt entlang der Via Mercatorum nahe der früheren Befestigungsanlage in der Contrada Castello. Der zweite mittelalterliche Turm stand auf einem Felsvorsprung, von dem aus das Tal und die Straße nach Santa Brigida kontrolliert werden konnten.

Kastanienhaine und lokale Traditionen

Die Kastanienhaine von Averara erstrecken sich über fast das gesamte Gemeindegebiet und reichen bis auf 900 Meter Höhe. Im Castagneto wachsen alte Kastanienbäume zwischen ländlichen Gebäuden, die von der örtlichen Vereinigung Castanicoltori kürzlich wiederhergestellt wurden. Die Landschaft ist damit nicht nur ein Naturmotiv, sondern auch mit einer regionalen Arbeits- und Kulturtradition verbunden.

Diese Tradition zeigt sich ebenfalls bei der Sagra della Castagna in Redivo, einem Ortsteil von Averara. Das kulturelle Treffen findet seit 1974 statt und verbindet die Gemeinschaft, die Vereine und die lokalen Traditionen miteinander. Wenn Sie bei Ihrer Reise neben Wegen und Bauwerken auch den sozialen Charakter eines Ortes kennenlernen möchten, gehört dieses Kastanienfest zu den eigenständigen Themen Averaras.

Wanderungen zwischen Dörfern, Felsen und Passhöhen

Der CAI-Wanderweg Sentiero 105B führt vom Ortsrand von Olmo al Brembo nach Redivo in Averara und ist als E, also Escursionistico, eingestuft. Auf diesem Weg liegt die bogenförmige Felsformation Corna oder Büsa della Pizzarèla, durch die der Sentiero 105B führt. Ein weiterer etwa dreistündiger Spaziergang verbindet Valmoresca, Caprile Inferiore, Losc und Caprile Superiore im Gebiet von Averara und folgt dabei Spuren der lokalen Geschichte. Diese unterschiedlichen Weglängen erleichtern es Ihnen, den Tagesablauf zwischen Dorfbesichtigungen und Bewegung passend zu planen.

Deutlich umfangreicher ist der Themenweg „Averara, la Via Mercatorum e il Passo San Marco“. Er hat den Schwierigkeitsgrad E, dauert etwa 7 bis 7,5 Stunden, weist ungefähr 1.190 Höhenmeter im Aufstieg auf und erreicht am Passo di San Marco eine maximale Höhe von 1.985 Metern. Der Sentiero 110 führt dagegen zur Staumauer auf 1.546 Metern, verläuft am See entlang, steigt zur Casera Ancogno auf 1.759 Metern an und führt anschließend über eine Straße sowie Abschnitte der Via Priula zum Rifugio Ca' San Marco auf 1.830 Metern.

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Unterhalb des Passo San Marco dient die historische Casa Cantoniera heute als Berghütte mit Zimmern im alpinen Stil. Sie ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Wanderungen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist deshalb vor allem der geplante Rhythmus entscheidend: Die Wege reichen von einem eigenständig begehbaren Rundweg bis zu einer langen Tour mit erheblichem Höhenunterschied, während historische Straßen und Kirchen auch kürzere Kulturpassagen ermöglichen.

Türme und Kirchen in Averara

Die Torre della Sapienza vermittelt religiöse und moralische Grundsätze durch kurze lateinische Leitsätze und Ermahnungen, die auf ihre Ziegel geschrieben sind. Sie gilt als seltenes mittelalterliches Bildungs- und Erziehungsinstrument für die örtlichen Gemeinschaften. Die Torre della Sapienza ist zu Fuß oder mit Rädern über eine asphaltierte Straße erreichbar. In der Pfarrkirche San Giacomo in Averara befindet sich eine Orgel aus der Werkstatt der Familie Serassi. Die Kirche Madonna della Neve ist eine charakteristische Kirche in der Ortschaft Valmoresca.

Der Rundweg „Dall’alto delle Torri“ kann selbstständig begangen werden. Die kleinen Kirchen sind dagegen nur anlässlich von Gottesdiensten oder organisierten Besichtigungen geöffnet. So lässt sich Averara sowohl über frei begehbare Wege als auch über gezielt geplante kulturelle Besuche kennenlernen.

Weitere Orte derselben Region: Almenno San Bartolomeo, Foppolo, Bianzano, Spinone Al Lago, Ponteranica, Serina, Monasterolo del Castello, Villa Dʼalmè.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bergamo.

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