Menosio: Wandern, Trockenmauern und Geschichte
Unterkünfte in Menosio
Menosio verbindet schmale Wege mit einer Landschaft aus Wiesen, mediterraner Macchia, Trockenmauern und Olivenbäumen. Zugleich stehen im Ort und in seinem näheren Umfeld Bauwerke, deren Formen und Zeitstellung den historischen Charakter der Umgebung greifbar machen. Für Sie entsteht so ein Reiseziel, das Bewegung im Freien und kulturgeschichtliche Themen zusammenführt.
Wandern zwischen Menosio und Montenero
Der Rundwanderweg Anello di Arnasco beginnt in Menosio, steigt zwischen Trockenmauern und Olivenbäumen an, verläuft über den Höhenrücken hinter Arnasco bis zum Montenero und endet wieder in Menosio. Sein erster Wegabschnitt zur Torre di Davì führt durch Wiesen und mediterrane Macchia. Außerdem führt der in Menosio beginnende Rundwanderweg zum Zugang des Forte di Rocca Liverna. Menosio gilt dabei als Ort mit engen Gassen und farbenfrohen Häusern.
Via Cappella ist eine Fußwegverbindung zwischen den Häusern der Fraktion Menosio. Im Bereich von Via Cappella gibt es Gassen, die von Kraftfahrzeugen nicht befahren werden können. Im Abschnitt durch Menosio wird auf Höhe einer Kurve an der Piazza A. Tomatis in nördlicher Richtung in Via Cappella eingebogen. Diese konkreten Wegbezüge geben der Orientierung vor Ort einen klaren Rahmen, ohne die Gassen mit einer befahrbaren Straße gleichzusetzen.
Steinbauwerke und historische Spuren
Die kegelförmige Steinstruktur Torre di Davì liegt in der Nähe der Fraktion Menosio. Sie besitzt eine außen sichtbare Wendeltreppe und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Lokale Legenden und Überlieferungen schreiben ihren Bau Davide Badoino, einem aus Frankreich zurückgekehrten Auswanderer, zu und stellen sie als Beispiel für die Baukunst der Trockenmauern dar. Für die „Ture de Davì“ in Menosio hat die Cooperativa Arnasco die Einrichtung eines Freilicht-Ökomuseums vorgesehen.
Im näheren Umfeld von Menosio wurde das Forte di Rocca Liverna, das außerdem den Namen Rocca Riverna trägt, zwischen 1881 und 1897 als aus zwei Forts bestehender Befestigungskomplex errichtet. In Menosio ist außerdem die Cappella di San Pantaleone für den Zeitraum von 1624 bis 1653 nachweisbar. Beide Bauwerke verweisen auf unterschiedliche historische Ebenen, ohne dass daraus ein heutiger Zugang oder eine aktuelle Nutzung abgeleitet werden kann.
Olivenkultur im Gemeindegebiet von Arnasco
Im Gemeindegebiet von Arnasco zeigt das Museo dell’Olivo e della Civiltà Contadina mehr als 500 Objekte, die das ländliche Leben der vergangenen Jahrhunderte rekonstruieren. Zum Museum gehört eine Ölmühle aus dem Jahr 1796. Auch die regionale Olivenkultur lässt sich genauer benennen: Im Gemeindegebiet von Arnasco ist Pignola die überwiegend angebaute Olivensorte; örtlich trägt sie die Bezeichnung Arnasca. Damit erhalten die Wege zwischen Menosio und Arnasco einen greifbaren Bezug zu Landwirtschaft und Alltag.
Arnasco und seine frühe Gebietsgeschichte
Um das Jahr 1000 gehörte das Gebiet von Arnasco, Menosio, Bezzo, Arveglio und Cenesi zur Castellania di Rivernate oder Rivernaro. Diese trug ihren Namen nach einer heute verschwundenen Burg auf dem Gipfel der Rocca Riverna oder Liverna.
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie außerdem Millesimo, Testico, Piani, Zuccarello, Giusvalla, Castelvecchio Di Rocca Barbena, Varigotti und Andora erkunden.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Savona.