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Falcinello – Burgengeschichte und Via Francigena

Unterkünfte in Falcinello

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Falcinello verbindet eine klar erkennbare Burggeschichte mit der oberen Variante der Via Francigena. Im Mittelpunkt stehen mittelalterliche Befestigung, sakrale Baugeschichte und die archäologische Stätte Castello della Brina.

File:Falcinello (Sarzana)-borgo4.jpg File:Falcinello (Sarzana)-borgo4.jpg Foto: Davide Papalini via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Falcinello als befestigtes Dorf

Kaiser Friedrich I. bestätigte Falcinello im Jahr 1185 dem Bischof von Luni Pietro als „castrum“, also als befestigtes Dorf. Im Codice Pelavicino zählt Falcinello zu den am häufigsten erwähnten Kastellen. Die Bezeichnung „castrum“ macht die mittelalterliche Funktion des Ortes unmittelbar verständlich: Falcinello steht hier nicht nur für eine Siedlung, sondern ausdrücklich für einen befestigten Platz. Wer sich für die Entwicklung historischer Orte in Italien interessiert, findet damit einen präzisen Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit Falcinello.

Turm und Pfarrkirche

Der erhaltene Burgturm von Falcinello ist seit dem Jahr 1300 Bestandteil des Glockenturms. Auch die Pfarrkirche Santi Fabiano e Sebastiano ist eng mit der früheren Burg verbunden: Sie steht an der Stelle der antiken Burgkapelle von Falcinello. Im 17. Jahrhundert wurde die ehemalige Burgkapelle zur Chiesa dei Santi Fabiano e Sebastiano umgestaltet und angepasst. An Turm und Kirche lässt sich die bauliche Entwicklung vom befestigten Dorf zur späteren kirchlichen Nutzung besonders anschaulich nachvollziehen.

Die obere Variante der Via Francigena

Die obere Variante der Via Francigena ist mit den Buchstaben VF und dem traditionellen weiß-roten Symbol der CAI-Wege markiert. Ihr Beginn liegt an der Brücke über den Bach Amola in Ghiaia di Falcinello. Diese beiden Angaben geben Ihrer Planung einen klaren Bezugspunkt und unterscheiden den Weg von einer unbestimmten historischen Routenbezeichnung. Die Markierung mit VF und dem CAI-Symbol gehört dabei ebenso zum erkennbaren Charakter dieser Variante wie der festgelegte Anfang an der Brücke.

Castello della Brina und die Landschaft

Die archäologische Stätte von Castello della Brina liegt am oberen Verlauf der Via Francigena, die Aulla mit der Ebene von Luni verbindet. Castello della Brina ist eine befestigte Siedlung auf einem zweitrangigen Höhenrücken zwischen Falcinello und Ponzano Superiore, in der Ortschaft Torraccio. Die Ruinen erreicht man auf leicht begehbaren Schotterwegen durch malerische Olivenhaine. Für eine Reise mit Interesse an Geschichte und Landschaft gehören hier die archäologische Stätte, der Höhenrücken und der Weg durch die Olivenhaine zu einem eng miteinander verbundenen Themenfeld.

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Kunst und lokaler Kalender

Das Museum Cardelli e Fontana arte contemporanea befindet sich in der näheren Umgebung von Falcinello. Das Patrozinium von Falcinello trägt den Namen Madonna del Rosario und ist dem ersten Sonntag im Oktober zugeordnet. Damit reichen die kulturellen Bezugspunkte des Ortes von mittelalterlichen Kastellen und sakraler Baugeschichte bis zu zeitgenössischer Kunst und dem örtlichen Festkalender.

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