Cogorno zwischen Fieschi-Kultur und ligurischer Hügellandschaft
Unterkünfte in Cogorno
Cogorno verbindet die Geschichte der Fieschi mit einer typisch ligurischen Hügellandschaft. Besonders eindrucksvoll ist San Salvatore di Cogorno: Der Ort wurde zwischen 1244 und 1252 auf Initiative von Sinibaldo Fieschi, Papst Innozenz IV., und seinem Neffen Ottobono, dem späteren Papst Hadrian V., errichtet. Die Basilica dei Fieschi zählt zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen romanisch-gotischen Bauwerken Liguriens. Zusammen mit dem angrenzenden Borgo dei Fieschi wurde der Komplex 1860 als Nationalmonument anerkannt.
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Foto: Davide Papalini via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Fieschi-Kultur und sakrale Kunst
Das Centro culturale "Museo dei Fieschi" nutzt restaurierte Stallungen des Palazzo Comitale dei Fieschi als Ausstellungsräume. Den größten Raum nimmt dort die Sammlung Pietre del Borgo ein; ergänzt wird sie durch regelmäßig wechselnde Ausstellungen, die sich hauptsächlich mit der Geschichte der Fieschi befassen. Die Chiesa parrocchiale di S. Antonino di Breccanecca wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert erbaut und beherbergt ein im 16. Jahrhundert entstandenes Öltriptychon von Giovanni Cambiaso. Maria Monticelli wurde 1374 wiederaufgebaut und 1730 erweitert. Dort befindet sich außerdem eine Holzgruppe mit Maria Bambina, S. Gioacchino und S. Anna, die der Schule des Maragliano zugeschrieben wird.
Ortsgeschichte und besondere Veranstaltungen
San Salvatore il Vecchio ist eine barocke, heute profanierte Kirche, die zusammen mit dem Pfarrhaus als multifunktionaler Raum genutzt wird. In ihrem Inneren befindet sich eine große barocke Orgel aus dem Jahr 1678. Zur regionalen Überlieferung gehört auch die Fiera dei Perdoni e dei Perdonetti in San Salvatore di Cogorno. Diese Tradition feiert das Fest der Kreuzerhöhung und ist seit 1651 nachweisbar. Einen eigenen historischen Bezug hat die Nachstellung Addio do Fantìn: Sie entstand 1982 als Prolog zur Torta dei Fieschi in Lavagna und erinnert auf dem Vorplatz der Basilica dei Fieschi an den Junggesellenabschied des Grafen Opizzo Fiesco. Die historische Nachstellung findet jedes Jahr am 13. August statt.
Terrassen, Oliven und Wege zum Monte San Giacomo
Hinter Cogorno steigen die Hügel bis zum Monte San Giacomo an. Typisch ligurische Terrassen werden von sorgfältig errichteten Trockenmauern aus Steinsplittern getragen; auf diesen Hängen wird seit Jahrhunderten Olivenanbau betrieben. Wege und Straßen führen durch die Hügellandschaft zu sehenswerten Sakralbauten und eröffnen Panoramablicke. Für Wandernde verbindet die Via della Pietra Nera zwei Wege zum Monte San Giacomo in San Salvatore, Cogorno, mit einem größeren Ecomuseumsweg: Dieser besteht aus fünf Etappen, führt durch das Val Fontanabuona und befasst sich mit der Geschichte des ligurischen Schiefers.
Anreise nach Cogorno
Cogorno ist mit dem Zug über den Bahnhof Chiavari an der Strecke Genua–La Spezia und mit einem Anschlussbus der Tigullio P.T. erreichbar. Für die Anreise mit dem Auto liegt die Autobahnausfahrt Lavagna der A12 GE–LI 500 Meter von San Salvatore entfernt.
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