Posta: Kirchen, Cammino di Francesco und Antica Via Salaria

File:Santa Rufina Vecchia (De Machilone) Posta Rieti.jpg File:Santa Rufina Vecchia (De Machilone) Posta Rieti.jpg Foto: Giordano Foffo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Posta: Geschichte auf dem Weg durch die Valle Santa

Die historische Siedlung von Posta entstand ab 1298 rund um das bereits bestehende Convento di San Francesco. Als antikes Dorf ist Posta eine Etappe des Cammino di Francesco durch die Valle Santa. Der Weg ist 80 Kilometer lang und in acht Etappen gegliedert. Für Sie wird damit ein Ort greifbar, an dem Siedlungsgeschichte, geistige Wegtradition und italienische Ortsgeschichte aufeinander treffen.

Kirchen und historische Bauten

Die Chiesa di Santa Rufina gilt als die älteste Kirche von Posta und liegt an der Straße in Richtung Bacugno. Die Chiesa di Sant'Antonio wurde im 14. Jahrhundert ursprünglich als Kirche des heiligen Augustinus zusammen mit einem Kloster für Augustinerinnen errichtet, deren Verehrung der heiligen Maria Magdalena galt. Die Chiesa di San Felice stammt aus dem Jahr 1300. Gemeinsam zeigen diese Bauwerke, wie unterschiedlich die religiösen und historischen Spuren im Ort ausfallen.

Zu den historischen Orten von Posta gehören auch die Überreste des Castello di Machilone. Sie gelten als besuchenswerter historischer Ort; heute sind nur wenige, kaum aus dem Boden ragende Mauern sichtbar, während der größte Teil der Anlage unterirdisch liegt. An der Porta della Gabella befindet sich außerdem ein Fresko aus dem Jahr 1572. Sichtbare Mauern und ein erhaltenes Bildwerk setzen damit jeweils eigene Akzente in der Ortsgeschichte.

Antica Via Salaria und Valle Scura

Die archäologische Route der Antica Via Salaria folgt römischen Überresten durch die Gole del Velino. Ihr Weg ist von Steinen, Mauern, klar erkennbaren Straßenflächen und Einschnitten gesäumt und führt bis nach Posta. Dort sind große rechteckige Steine als Straßenbegrenzungssteine sichtbar. Ein markantes Zeugnis dieser alten Verbindung ist Il Miglio, ein ungewöhnlich großer Meilenstein, der die Hälfte der gesamten Strecke zwischen Rom und Ascoli markierte.

Im Gebiet von Posta gilt die Valle Scura als eine Schlucht mit besonderer Umwelt und biologischer Vielfalt. Zusammen mit den Spuren der Antica Via Salaria eröffnet sie einen Landschaftszugang, der historische Beobachtung und Interesse an natürlichen Räumen miteinander verbindet. Wer eine Reise durch die Valle Santa inhaltlich vertiefen möchte, findet in Posta daher verschiedene Anknüpfungspunkte: Kirchen, archäologische Wegspuren, eine historische Anlage und eine charakteristische Schlucht.

Ein Festtag in Bacugno

In Bacugno di Posta finden jedes Jahr am 5. August die Feierlichkeiten zu Ehren von S. Maria della Neve statt. Nach Abschluss der Feierlichkeiten werden typische süße ciammelletti, die von Frauen des Ortes hergestellt werden, von der Kirchenmauer auf den Kirchplatz in die Menge geworfen. Der feste Termin und diese besondere lokale Tradition geben der Umgebung von Posta einen eigenen kulturellen Rhythmus. Für Ihre Reiseplanung ist Bacugno damit ein konkreter Bezugspunkt für Interesse an Festen, religiöser Prägung und regionaler Alltagskultur.

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