Castel di Tora: Kultur, See und lokale Traditionen
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Foto: Simone Tagliaferri from Roma, Italia via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Castel di Tora verbindet die Lage am Ufer des künstlichen Lago del Turano mit den dichten Wäldern des Naturschutzgebiets Monte Navegna und Monte Cervia. Wer eine Reise nach Castel di Tora plant, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Architektur und Ortsgeschichte, begleitete Besuche in Monte Antuni, Aktivitäten am See sowie lokale Festtage mit eigenständigen Gerichten.
Architektur zwischen Ortsgeschichte und Platzleben
Der Turm von Torre e Palazzo Scuderini Rossi wurde nach einem Blitzeinschlag im Jahr 1718 wiederhergestellt und bewahrt seine ursprüngliche Struktur. Auf dem Hauptplatz von Castel di Tora befindet sich die Fontana del Tritone, die aus dem Jahr 1898 stammt. Beide Orte verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Geschichte von Castel di Tora und geben dem Rundgang durch den Ort markante kulturelle Bezugspunkte.
Monte Antuni und seine besonderen Bauwerke
Das mittelalterliche Dorf Monte Antuni ist durch eine schmale Landenge über den Lago del Turano mit dem Festland verbunden und liegt in der Provinz Rieti. Vom Palazzo Del Drago sind das alte Hauptportal, die Bastionen und die Strebepfeiler erhalten; der Palazzo hatte 365 Fenster und ausgemalte Säle. Der Zugang zum Borgo di Monte Antuni ist ausschließlich in Begleitung von durch die Gemeinde Castel di Tora autorisierten Führern gestattet. Diese Regel gehört zu den wichtigsten Punkten, die Sie bei der Planung eines Besuchs von Monte Antuni berücksichtigen sollten.
Eine kleine Felskirche mit erhaltenen Details
Das Eremo di San Salvatore ist eine kleine Felskirche, die durch den Verschluss einer natürlichen Höhle entstand, in der ein Einsiedler lebte. Erhalten und sichtbar sind dort die steinerne Schlafstätte des Heiligen sowie zwei Gemälde.
Aktivitäten am Lago del Turano
Bei den nautischen Vereinen in Castel di Tora können Kajaks, Kanus, SUPs und Tretboote gemietet werden. Im künstlichen Becken des Lago del Turano ist außerdem das Angeln erlaubt. Das Spektrum reicht damit vom Paddeln und Steuern kleiner Boote bis zu einer ruhigen Beschäftigung am Wasser. Die Lage am See lässt sich so mit verschiedenen Interessen verbinden, ohne dass Kultur und Landschaft voneinander getrennt betrachtet werden müssen.
Ein besonderer Parcours im Schutzgebiet
Das Labyrinth in Castel di Tora ist ein einspuriger sensorischer Parcours in einem Schutzgebiet mit sieben Kreisen. Es wurde ausschließlich aus vor Ort vorhandenem Material angelegt. Die sieben Kreise und die Verwendung lokaler Materialien prägen den Charakter dieser ungewöhnlichen Anlage.
Lokale Küche und feste Termine
Auch die kulinarischen Bräuche geben Castel di Tora einen eigenen Rhythmus. Beim Polentone, der am ersten Sonntag der Fastenzeit gefeiert wird, wird Polenta in einem großen Kessel gekocht und mit einer mageren Sauce aus Stockfisch, Hering, Thunfisch und Sardellen serviert. Strigliozzi sind handgemachte Makkaroni und werden am letzten Sonntag im September gefeiert.
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