Laurito zwischen Olivenhainen, Kirchen und Bergwegen
Unterkünfte in Laurito
Laurito liegt im Nationalpark Cilento und Vallo di Diano und verbindet eine ausgeprägte Landschaftsvielfalt mit bemerkenswerten Zeugnissen lokaler Geschichte. Das bebaute Zentrum liegt inmitten eines jahrhundertealten Olivenhains. Zugleich reicht das Gebiet von mediterraner Macchia an den dem Mingardo zugewandten Hügeln über Olivenhaine und Kastanienwälder bis zu Buchenwäldern in der Bergzone. Für Ihre Reiseplanung bedeutet das: Laurito lässt sich sowohl über seine historische Prägung als auch über die unterschiedlichen Landschaftsräume verstehen.
File:Foto della frazione Magliano Nuovo - ph. Alessandro Laurito - Pro Loco Magliano.jpg
Foto: A.Pasca via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Historisches Laurito und seine Kirchen
Um das Jahr 1000 war Laurito ein Castrum, also eine befestigte Siedlung beziehungsweise Burg. Einen besonders alten sakralen Ort bildet die Chiesa di San Filippo d’Agira. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert; mit ihrem Bau wurde ab 1273 begonnen. Zur Kirche gehört eine gotische Kapelle, deren Wände und Kreuzgewölbe mit Fresken geschmückt sind. Der Eingang der Chiesa di San Filippo d’Agira ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich.
Die Chiesa San Giovanni Battista ist eine Kirche im Stil der Falschen Romanik und stammt aus der Zeit zwischen dem späten 18. und dem frühen 19. Jahrhundert. Ihr heutiger Bau wurde 1948 über einer etwa aus dem Jahr 1400 stammenden Vorgängerkirche wiederaufgebaut. An diesem Beispiel wird die zeitliche Tiefe der örtlichen Sakralarchitektur besonders anschaulich: Ein Bau aus jüngerer Zeit steht über den Resten eines deutlich älteren Kirchenortes.
Zwischen Mühlenanlage, Feldern und Olivenhainen
Die am Fluss Utria gelegene Anlage Antico Mulino hat Ausstellungen zu landwirtschaftlichen Werkzeugen und Geräten sowie Fotografien von Laurito im Wandel der Zeit beherbergt. In ihrer Nähe gibt es eine ausgestattete Grillstelle, die allen frei zugänglich ist. Außerhalb von Laurito steht im Gebiet Cupone zwischen Feldern die Chiesa della Madonna del Cielo. Sie ist seit 1730 nachweisbar und trägt denselben Namen wie das Gebiet. So begegnen Ihnen rund um Laurito sowohl Hinweise auf die landwirtschaftliche Vergangenheit als auch einzelne Kirchen in einer von Feldern und bewaldeten Landschaften geprägten Umgebung.
Feste und überlieferte Bräuche
Die Festa della Madonna del Cielo findet am zweiten Sonntag im September im gleichnamigen Gebiet statt. Zu ihr gehört eine Wallfahrt, bei der Gläubige Votivgebinde, sogenannte „cinte“, auf dem Kopf tragen und anschließend dreimal um die Kirche gehen. Zur Festa della Madonna del Carmine gehört eine Prozession, bei der die Madonnenstatue zur Mutterkirche und am folgenden Tag zurück in ihre ursprüngliche Kapelle gebracht wird. Die Antica Fiera della Maddalena fand in der Nähe der Maddalena in einem Gebiet mit Kastanienwäldern statt. Zusammen zeigen diese Bräuche, wie eng religiöse Feiern und die Landschaft um Laurito miteinander verbunden sind, ohne dass sich ihre jeweiligen Abläufe gleichsetzen lassen.
Routen für unterschiedliche Wanderinteressen
Der Itinerario delle Creste folgt dem Grat zwischen der Ebene des Monte Fulgenti auf 1006 Metern und der Ebene der Tempa della Castagna auf 1360 Metern. Der Itinerario delle Cime ist dagegen eine anspruchsvolle Strecke für erfahrene Wanderer. Er verbindet die Gipfel des Monte Antilia auf 1316 Metern, der Tempa del Ciglio auf 1339 Metern und des Campanaro Giungoli auf 1448 Metern bis zur Rotonda auf 1486 Metern, dem höchsten Punkt des Gemeindegebiets. Wenn Sie Ihre Tage nach Kultur, Festen oder Berglandschaft ausrichten möchten, bieten diese klar unterschiedlichen Themen eine nachvollziehbare Grundlage für Ihre Reiseplanung.
Weitere Ziele im selben übergeordneten Gebiet: Futani, Torre Orsaia, Atrani, Roccapiemonte, Scario, Matonti-vetrali, Faiano, Baronissi.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salerno.