San Severino di Centola: Mittelalterliches Dorf und Wanderwege
Unterkünfte in San Severino
San Severino di Centola verbindet die Spuren eines mittelalterlichen Dorfes mit ländlicher cilentanischer Architektur, einem Museum zur Auswanderungsgeschichte und Wegen mit Blick auf das Mingardo-Tal. Für eine Reiseplanung, bei der Kultur und Landschaft zusammengehören, bietet der Ort mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.
File:Accesso al Borgo Medievale di San Severino di Centola.jpg
Foto: Giu Pepis via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Ein Dorf mit mittelalterlichen Wurzeln
Das alte mittelalterliche Dorf San Severino di Centola entstand im 10. oder 11. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde San Severino aufgegeben. Steinhäuser, Ställe und alte Ölmühlen bewahren Einzelheiten der ländlichen cilentanischen Architektur.
Burg, Palazzo und Kirchen
Die Burg von San Severino war eines der ersten Gebäude, die auf dem Felsen über dem Mingardo-Tal errichtet wurden. Vom alten Dorf aus ließ sich der Zugang zur Gola del Diavolo kontrollieren. Der Palazzo Baronale di San Severino wurde im 15. Jahrhundert errichtet, also mehrere Jahrhunderte nach der Entstehung des Dorfes, und ist das größte Gebäude im alten Dorf.
Im südlichen Bereich des alten San Severino liegt die Kirche Santa Maria degli Angeli. Ihr einschiffiges Langhaus und die fünfeckige Apsis prägen ihre architektonische Gestalt. Die Kirche San Nicola besitzt ebenfalls ein einschiffiges Langhaus, dazu jedoch eine halbrunde Apsis. Ihr Glockenturm ist weiterhin in Betrieb; in der Kirche finden noch heute einige besondere religiöse Feiern statt. Die unterschiedlichen Apsisformen markieren einen klaren architektonischen Unterschied zwischen den beiden Kirchen im alten Dorf.
Museum zur Geschichte der Auswanderung
Das aufgegebene Dorf San Severino di Centola beherbergt das Museo dell’Emigrante Cilentano. Gegenstände veranschaulichen dort das Lebensumfeld eines Bauern und Auswanderers. Das Museum erinnert außerdem an Cilentani, die im vergangenen Jahrhundert Arbeit in den Kohlebergwerken Pennsylvanias fanden. So tritt neben die mittelalterliche Ortsgeschichte eine persönliche und soziale Geschichte, die von Arbeit, Aufbruch und Migration erzählt.
Wanderwege mit Blick auf Tal und Ruinen
Der Anstieg auf dem Sentiero dei Briganti bietet Ausblicke auf die Gola del Diavolo und die Ruinen des mittelalterlichen Dorfes San Severino. Landschaft und historische Spuren liegen dabei in derselben Wegperspektive, ohne dass der Blick auf nur einen Aspekt beschränkt bleibt. Der Sentiero della Tragara beginnt am Bahnhof von San Severino di Centola und setzt damit einen anderen markanten Ausgangspunkt für die Orientierung rund um den Ort. Für die Wegeplanung markieren die Ruinen und der Bahnhof zwei konkrete Bezugspunkte für unterschiedliche Wege rund um das alte Dorf San Severino di Centola.
Engagement für San Severino
Die Vereinigung „Pro San Severino medievale“ engagiert sich für die touristische Förderung und die Instandhaltung des Dorfes. Dieses Engagement ergänzt die baulichen Zeugnisse, die Kirchen, das Museum und die Wege als zentrale Themen für die Beschäftigung mit San Severino.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Centola.