Bucciano – Waldwege und Aquäduktgeschichte am Taburno

Bucciano gehört zu den Gemeinden des Parco Regionale del Taburno-Camposauro. Der nördliche Teil des Ortes ist durch dichte Wälder und eine für den Monte Taburno typische Landschaft geprägt. So verbinden sich in Bucciano Naturerlebnisse mit religiösen, technischen und kunsthistorischen Spuren.

Waldlandschaft und Wege am Taburno

Der Zugang zur Taburno-Staatsforstlandschaft für Spaziergänge und Wanderungen umfasst den Ausgangspunkt Porca Prena im Gemeindegebiet von Bucciano. Auch die Etappe SI S16 des Sentiero Italia CAI beginnt in Bucciano mit einem Anstieg in Richtung Monte Taburno. Wenn Sie Ihre Reise zwischen Waldwegen und Kultur aufteilen möchten, bieten diese beiden Anknüpfungspunkte eine klare Orientierung für die Auswahl Ihrer Unternehmungen.

Fizzo-Quellen und Carolino-Aquädukt

Etwa 1 Kilometer von Bucciano entfernt entspringt an der Straße nach Montesarchio die Quelle des Fizzo. Sie gehört zu den Quellen, die zur Speisung des Carolino-Aquädukts gefasst wurden. Der Aquädukt entnimmt Wasser aus den Fizzo-Quellen im Gebiet von Bucciano und führt es über eine größtenteils unterirdische, 38 Kilometer lange Trasse weiter.

Auch seine Baugeschichte ist eng mit der Umgebung verbunden: Luigi Vanvitelli entwarf den Carolino-Aquädukt, der 1762 fertiggestellt wurde; die Einweihung fand am 7. Mai 1762 statt. Die Ponte Nuovo, die erste von drei Brücken des Aquädukts, wurde an der Grenze zwischen Moiano und Bucciano errichtet. Seit 1997 gehört der Carolino-Aquädukt zum UNESCO-Welterbe.

Heiligtümer und religiöse Geschichte

Das Santuario di Maria SS. del Taburno entstand zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert an den Hängen des Monte Taburno auf 544 Metern Höhe. Errichtet wurde es 1498 mit Unterstützung des Herzogs von Airola, Carlo Carafa. Das Santuario di Santa Maria a Monte Taburno ist ein Wallfahrtsziel; traditionell besuchen die Einwohner von Bucciano es am Sonntag nach Ostern.

In Bucciano und im Ortsteil Pastorano begegnen Ihnen weitere Zeugnisse religiöser Geschichte. Die Chiesa di San Giovanni Battista wurde zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert erbaut. Die Chiesa dell’Immacolata in Pastorano war ursprünglich als Chiesa di San Giovanni Battista bekannt, stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und gilt als wichtigstes religiöses Denkmal des Ortsteils.

Höhlen, Fresken und Spuren früherer Zeiten

Die Grotta di San Simeone enthält ein gut erhaltenes Fresko des heiligen Simeon aus dem Jahr 1601. Wanderwege im Taburno-Wald führen mit einem kleinen Abstecher zu dieser Grotte in Bucciano. Es wird angenommen, dass die Grotta di San Simeone seit dem frühen Mittelalter von den ersten Bewohnern des antiken Bucciano als Kultstätte genutzt wurde. Der Ursprung und die Gründung des nahe gelegenen Santuario della Madonna del Taburno werden der Grotta della Madonna di Pastorano zugeschrieben.

In den Katakomben der Chiesa dell’Immacolata in Pastorano wurden vor dem Erlass von Saint-Cloud vom 12. Juni 1804 Verstorbene beigesetzt. Die Kirche weist an ihrer Hauptfassade außerdem ein kleines Majolikapanel mit einer Darstellung der Madonna dell’Immacolata auf.

Kunst und bäuerliche Tradition

Im Museo Giovanni Paolo II des Santuario della Madonna del Taburno wird ein Ölgemälde mit einer alten Darstellung der Madonna del Taburno von Bucciano ausgestellt. Das Bild wird wahrscheinlich auf das Ende des 18. oder den Beginn des 19. Jahrhunderts datiert. Zur örtlichen bäuerlichen Tradition gehörte auch die Sagra dei „cazzarielli“, die in Bucciano zehn Jahre lang organisiert wurde und Teil von Initiativen zur Hervorhebung dieser Traditionen war.

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