Limatola zwischen Castello, Borgo und Kirchen

Limatola liegt in einem Tal, das im Osten vom Taburno-Massiv, im Norden und Westen von den Hügeln des kampanischen Vorapennins und der Monte-Maggiore-Gruppe sowie im Süden von den Monti Tifatini begrenzt wird. Mittelalterliche Bauwerke, Kirchen und ein weiter Talblick geben dem Ort sein besonderes Profil. Besonders markant ist das mittelalterliche Castello di Limatola, das um das Jahr 1000 auf einer samnitischen Akropolis errichtet wurde.

Castello und mittelalterlicher Borgo

Während der Renaissance wurde die militärische Anlage durch umfangreiche Umbauarbeiten zu einem Herrensitz umgestaltet. Der mittelalterliche Borgo umgibt das Castello ringförmig; dort sind fünf katalanische Bögen erhalten. Im oberen Burghof befindet sich die zweischiffige Kirche San Nicola „intra castrum“, deren Zugang durch ein romanisches Portal erfolgt. Am Castello treffen damit die samnitische Akropolis, die mittelalterliche Anlage und die Renaissance-Umbauten in einem Bauwerk zusammen.

Kirchen mit unterschiedlichen Stilepochen

San Nicola „intra castrum“ wird bereits in der Bulle zur Abgrenzung der Diözese Caserta von 1113 erwähnt. San Biagio besitzt im Inneren ein einschiffiges, barockisiertes Langhaus, ein quadratisches Presbyterium mit Kuppel und Stuckdekor. An der Kirche befinden sich außerdem ein Renaissanceportal von 1599 und eine Tafel zu den Restaurierungen von 1734.

Die Chiesa Madre dell’Annunziata wurde 1404 geweiht und bewahrt ein mit Skulpturen versehenes Renaissanceportal von 1504. Die alte Kirche Sant’Eligio wurde 1388 von den Franzosen errichtet. Heute ist Sant’Eligio ein von der Soprintendenza ai beni ambientali, architettonici, artistici e storici der Provinz Caserta restauriertes Heiligtum.

Ausblicke und kulturelle Eindrücke

Vom Vorplatz vor Sant’Eligio bietet sich ein spektakulärer Blick über das mittlere Volturno-Tal in Richtung Capua. Das restaurierte Polyptychon aus der Chiesa Madre dell’Annunziata befindet sich derzeit im Museo del Territorio bei der Reggia di Caserta im Depot.

Für das Castello di Limatola erhielt die Kulturvereinigung „Ave Gratia Plena“ von den Eigentümern die Genehmigung, im Sommer Führungen zu organisieren. Im Castello fand außerdem die XVI. Ausgabe der Weihnachtsmärkte „Cadeaux al Castello“ statt.

Anreise und kulturelle Themen

Von der Bahnstation Caserta kann man einen Bus nach Limatola nehmen. Wer die mittelalterliche Seite des Ortes sucht, findet sie am Castello, im ringförmigen Borgo und in San Nicola „intra castrum“. Die Kirchen San Biagio, die Chiesa Madre dell’Annunziata und Sant’Eligio ergänzen die Ortsgeschichte mit barockisiertem Innenraum, Renaissanceportal und restauriertem Heiligtum. Vom Vorplatz vor Sant’Eligio reicht der Blick über das mittlere Volturno-Tal in Richtung Capua. Die Anreise über Caserta führt zu einem Ort, an dem Burghof, Kirchenraum, Portale und Talblick unterschiedliche Facetten der Ortsgeschichte bilden.

Weitere Orte zur Reiseplanung: Buonalbergo, Benevento, Bonea, Montesarchio, Apice Vecchio, San Marco Dei Cavoti, Torrecuso, Paduli.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Benevent.

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