Agnana Calabra: Quellen, Schluchten und Ortsgeschichte
Agnana Calabra verbindet eine vielschichtige Ortsgeschichte mit Mineralquellen, Schluchten und Spuren des Bergbaus.
Geschichte und Kirchen im Ort
Agnana Calabra wurde um 1343 in der Nähe eines Klosters basilianischer Mönche errichtet, das auf dem Monte Sant'Agnana lag. Zur historischen Prägung gehört die Kirche San Basilio: Nach ihrer erneuten Zerstörung durch den Hurrikan vom 23. Januar 1885 wurde sie im Jahr 1907 wiederaufgebaut. Der Zugang erfolgt durch das Hauptportal in der Via Umberto I, SNC. Auch die Kirche Santa Maria della Misericordia liegt an dieser Straße; ihr Hauptportal befindet sich in der Via Umberto I, 76. Beide Kirchen liegen damit an derselben Straße, ihre Hauptportale tragen jedoch unterschiedliche Hausangaben.
Mineralquellen, Thermen und Schluchten
In der Örtlichkeit Junchi umfassen die Mineralquellen eine Schwefelquelle, zwei Chloridquellen und eine eisenhaltige Schwefelquelle. Die schwefel- und chloridhaltigen Quellen von Agnana sind in einen Naturlehrpfad eingebunden, der das gesamte Gebiet von Norden nach Süden durchquert. Zu den besonderen Zielen zählen außerdem die salsoiodischen Thermen. Sie bestehen aus zwei mittelalterlichen Becken aus gebrannten Ziegeln, in die man eintauchen kann.
Im Südwesten berührt und begrenzt die Fiumara Novito das Gebiet von Agnana. In ihrem Flussbett finden sich eine vielfältige Pflanzenwelt und unterschiedliche Gesteine, darunter vor allem Kalkstein und Granit. Im Flussbett treffen damit Wasserlauf, Pflanzenwelt sowie Kalkstein und Granit aufeinander. Die durch Erosion am Monte Schiavo entstandenen Schluchten können im Sommer durchquert werden und veranschaulichen die geologische Entwicklung des Gebiets. Nahe des Vallone Luria wurden Überreste eines Anthracotheriums gefunden; dieses Tier soll vor etwa 30 Millionen Jahren gelebt haben.
Bergbau und ungewöhnliche Ortsgeschichte
Auch die Bergbaugeschichte ist in Agnana präsent. Eine Reihe verfallener Mühlen und Ölmühlen besteht weiterhin, insbesondere die Saitte sind noch intakt. Der Bergbaupark umfasst mehrere Mundlöcher: Einige gelten als besuchbar, andere sind zugemauert. Für die Besichtigung ist dabei zwischen den als besuchbar geltenden Mundlöchern und den zugemauerten Anlagen zu unterscheiden. Mit der Braunkohle aus Agnana fuhr der erste Zug auf der Strecke Napoli-Portici. Die aus den Bergwerken von Agnana gewonnene Anthrazitkohle wurde 1882 für den Bau der Eisenbahnstrecke Roma-Frascati verwendet.
Feste, Prozessionen und lokale Süßigkeiten
Das Fest San Basilio Magno findet in Agnana Calabra jedes Jahr am 14. Juni statt. Am 18. August folgt das Fest Madonna della Misericordia mit einer Prozession, einem Feuerwerk und dem traditionellen Cavalluccio-Tanz. Während der Feste gibt es Verkaufsstände, an denen lokale Süßigkeiten erhältlich sind. An den Festtagen verbinden sich religiöse Programmpunkte mit einem lokalen Angebot an Süßigkeiten. Damit lässt sich ein Aufenthalt auch an den kulturellen Terminen und am lokalen Festkalender ausrichten.
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