Roccabernarda: Geschichte, Handwerk und Wege am Tacina
Unterkünfte in Roccabernarda
Roccabernarda verbindet Ortsgeschichte, lokales Handwerk, regionale Erzeugnisse und Wege durch eine hügelige Landschaft. Das historische Zentrum liegt auf einem Hügel; die Siedlung erstreckt sich bis an den Fuß der Sila Piccola und entlang des Flusses Tacina. Damit treffen in Roccabernarda historische Spuren, ländlicher Charakter und konkrete Möglichkeiten für Kultur-, Genuss- und Aktivtage aufeinander.
Ortsgeschichte und archäologische Spuren
Früher trug Roccabernarda den Namen Rocca di Taceria; seit dem 12. Jahrhundert heißt die Siedlung Roccabernarda. Im Ortsteil Serrarossa wurden gelegentlich Funde aus griechischer und römischer Zeit entdeckt. Serrarossa ist ein Komplex aus römischer und frühmittelalterlicher Zeit entlang des Tacina-Tals.
In Roccabernarda befinden sich die Ruinen einer archäologisch wenig erforschten Burg; offenbar sind davon noch unterirdische Räume erhalten. In der Nähe liegen die Ruinen des mittelalterlichen Klosters San Francesco di Paola. Gegründet wurde das Kloster von Giovanni Cadurio, nachdem er vom Hof Ludwigs XI. zurückgekehrt war, wohin er den heiligen Franz von Paola begleitet hatte.
Am Fluss Tacina liegen die künstlichen Höhlen Grotte di Vitale. Sie gelten als möglicher Ort der Einsiedelei, in der der heilige Vitale da Castronuovo im 10. Jahrhundert nach einer Pilgerreise nach Rom zwei Jahre verbracht haben soll. Die Fiera di Mulerà gilt als alte mittelalterliche Messe und findet noch heute Anfang September statt.
Handwerk und lokale Erzeugnisse
Zum lokalen weiblichen Kunsthandwerk gehören Webarbeiten, Häkeln, Stickerei, Flechtarbeiten und angewandte Handarbeiten. Das lokale männliche Kunsthandwerk umfasst Arbeiten mit Intarsien- und Drechseltechniken. Die handwerkliche Seite des Ortes ergänzt die historischen Themen um Formen des Alltagswissens und der lokalen Gestaltung.
In Roccabernarda werden Olivenöl und daraus hergestellte Produkte erzeugt. Zu den handwerklich hergestellten lokalen Erzeugnissen aus der Viehzucht gehören Provole, Käse, Ricotta und „Sciungate“. Zum Roccabernarda-Itinerar gehört außerdem die „Garagiata“, eine Verkostung in einem typischen Lokal.
Cammino-Strecken durch Hügellandschaften
Etappe 29 des Cammino Basiliano verläuft zwischen Santa Severina und Petilia Policastro durch die Gemeinden Santa Severina, Petilia Policastro und Roccabernarda. Die Etappe ist auch mit dem Mountainbike zugänglich und 26 km lang. Die einzige für diese Etappe angegebene Wasserversorgung befindet sich im Ort. Für die Tagesplanung setzt die Länge von 26 km einen konkreten Rahmen zwischen den drei Gemeinden.
Die Via Sacra des Cammino della Magna Grecia führt über Santa Severina, Roccabernarda und Petilia Policastro. Dabei verläuft der Weg durch Hügellandschaften und kleinere Orte. Wenn Sie eine Unterkunft wählen, können diese beiden Wegeverbindungen für die Planung eines Aufenthalts mit Wander- oder Mountainbike-Schwerpunkt relevant sein, während Burg, Kloster, Höhlen, Handwerk und Erzeugnisse andere Interessen ansprechen.
Weitere Orte:Belvedere Di Spinello, Petilia Policastro, Torre Melissa, Steccato, Sant'Anna, Strongoli, Cotronei, Cutro
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