Squillace: Normannisches Erbe und Keramikkultur in Kalabrien
In Squillace verbinden sich Geschichte, sakrale Architektur und lokale Handwerkstradition. Der historische Blick beginnt am Castello Normanno: Es steht am höchsten Punkt des Hügels und wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts von den Normannen errichtet. Die Lage am höchsten Punkt des Hügels prägt den historischen Ortsbezug des Castello Normanno.
Kirchen und sakrale Kunst
Die Concattedrale di Santa Maria Assunta wurde im 11. Jahrhundert auf Veranlassung des Grafen Roger I. erbaut und 2015 zur Basilica minor erhoben. Im Jahr 2015 kam zur Baugeschichte der Concattedrale die Erhebung zur Basilica minor hinzu. Die Chiesa di San Pietro Apostolo trägt auch den Namen Chiesa del Carmine und wurde nach dem Erdbeben von 1783 zur Pfarrkirche. Einen weiteren zeitlichen Bezug bietet das Santuario Madonna del Ponte, das 1724 erbaut wurde. Die Chiesa di Santa Maria della Pietà entstand im 13. Jahrhundert und ist ein Beispiel gotischer Architektur in Kalabrien.
Wer sakrale Kunst vertiefen möchte, kann den Squillaceer Standort des Museo Diocesano d'Arte Sacra di Catanzaro-Squillace besuchen; Besuche sind nach vorheriger Reservierung möglich. Bei der Planung eines Besuchs ist die vorherige Reservierung ein fester Schritt für die Besuchsplanung. Auch die Ponte del Diavolo gehört zu den historischen Themen des Ortes. Sie weist eine große Öffnung auf, die mit der Überlieferung um den Teufel verbunden ist, und soll seit vielen Jahrhunderten den winterlichen Hochwassern standhalten.
Keramik als lebendige Tradition
Squillace ist ebenso durch seine Keramiktradition geprägt. In der Werkstatt Ceramiche Artistiche e Tradizionali di Squillace wird eine familiäre Handwerkstradition fortgeführt; dort werden weiterhin traditionelle Gegenstände und Gebrauchsgegenstände mit alten Techniken hergestellt. Die Keramiktradition von Squillace nutzt eine byzantinisch geprägte Technik aus Engobe und Ritzdekor, die durch einen warmen dunkelroten Farbton gekennzeichnet ist. Die Werkstatt verbindet die Keramiktradition mit dem Handwerk und der lokalen Ortsgeschichte von Squillace. Für Sie eröffnet sich damit ein kultureller Zugang, der historische Formen mit lokaler Handarbeit verbindet.
Natur und Strände in der Umgebung
In Squillace Lido führt der Cammino di Cassiodoro durch das geschützte Gebiet Oasi di Scolacium, einen intakten Pinienwald in geringer Entfernung vom Meer. Der Weg steht damit für eine Verbindung von Natur- und Landschaftserlebnis. In der Umgebung von Squillace befinden sich außerdem die Strände Spiaggia di Squillace Lido, Spiaggia Caminia, Spiaggia di Montepaone und Spiaggia di Villaggio le Roccelle.
Weitere Orte rund um Squillace
Das Castello di Squillace befindet sich in der näheren Umgebung von Squillace. In der Umgebung liegen außerdem der Palazzo baronale Zolea, der archäologische Park Parco Archeologico di Scolacium und das Museo Archeologico Tolone Azzariti. Diese Orte erweitern den kulturellen Rahmen rund um Squillace um historische, archäologische und museale Themen.
Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung: Sellia Marina, San Pietro Apostolo, Santa Caterina Dello Ionio, Platania, Decollatura, Gimigliano, Catanzaro, Curinga.
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