Santa Maria la Longa: Villen, Kirchen und Wasserläufe
Unterkünfte in Santa Maria la Longa
Römische Spuren und das Zentrum
Wenn Sie Santa Maria la Longa als Reiseziel im Friaul betrachten, begegnet Ihnen ein Ort, dessen Charakter aus römischen Spuren, zentralen Erinnerungszeichen und unterschiedlicher historischer Bausubstanz entsteht. Im Gebiet von Santa Maria la Longa sind Siedlungen aus der Römerzeit durch zahlreiche archäologische Funde belegt; die Funde sind gleichmäßig über das Gebiet verteilt. Auf der zentralen Piazza Divisione Julia wurde ein Denkmal für Giuseppe Ungaretti eingeweiht. Daneben stehen drei Karststeine mit eingravierten Gedichten des Dichters. Im Zentrum gilt die historische Prangersäule als die letzte erhaltene Prangersäule im friulanischen Tiefland.
Villen und historische Gebäude
Zum historischen Bild gehören mehrere Gebäude mit klar unterscheidbaren Epochen. Die Villa Bearzi ist ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert nahe der Pfarrkirche von Santa Maria la Longa. Casa Plateo bewahrt eine Tafel aus dem Jahr 1739, die dem Grafen Zuanne Rados, einem Kommandanten der Serenissima, gewidmet ist. Die Canonica ist ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert mit einem religiösen Fresko, das die Geburt Christi darstellt. Ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammt die Villa Vintani, heute Villa Zamaro; sie war im 16. Jahrhundert die Sommerresidenz der Patriarchen von Aquileia. Die Villa Colloredo Mels aus dem 17. Jahrhundert besitzt ein markantes venezianisches Fenster an der Fassade.
Kirchen in den Ortsteilen
Auch die Kirchen von Santa Maria la Longa und seinen Ortsteilen zeigen verschiedene historische Schichten. Die neugotische Pfarrkirche von Santo Stefano Udinese wurde zwischen 1873 und 1878 nach einem Entwurf von Girolamo d'Aronco errichtet. Die Kirche San Pietro in Mereto di Capitolo besitzt eine Fassade mit Glockengiebel sowie einen kleinen Vorbau an der Seitentür mit Fresken aus dem frühen 16. Jahrhundert. In Santo Stefano Udinese bewahrt San Giuseppe Fresken aus dem 17. Jahrhundert mit Darstellungen der Pietà und des heiligen Valentin. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche steht etwas außerhalb des Ortes in isolierter Lage zwischen Getreidefeldern. Die Kirche von Santo Stefano Udinese enthält außerdem ein 1937 entstandenes Gemälde des Martyriums des heiligen Stephanus von Giuseppe Barazzutti.
Landwirtschaft und Wasserläufe
Das größtenteils landwirtschaftlich genutzte Gebiet von Santa Maria la Longa wird von der Roggia di Palma aus dem 17. Jahrhundert durchzogen. Die von einem Kanal Ledra abgeleiteten Wasserläufe in Santa Maria la Longa stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Diese Wasserstrukturen ergänzen das Bild eines Ortes, in dem historische Spuren nicht nur an Gebäuden, sondern auch in der Landschaft erkennbar sind.
Rundweg und Radverbindungen
Für Ihre Routenplanung beginnt der Rundweg Anello delle ville friulane (R038) am Gemeindeamt von Santa Maria la Longa. Die Ciclovia Alpe Adria durchquert die Gemeinde erstmals im Ortsteil Santo Stefano Udinese, wenn Sie aus Richtung Merlana kommen. Der Rundweg ist mit der Busverbindung Udine–Grado verbunden; Fahrräder werden in diesem Bus nicht transportiert. So lassen sich bei der Planung einer Reise nach Santa Maria la Longa literarische und historische Bezüge, ländliche Strukturen sowie ein ausgewiesener Rundweg und die durchquerende Ciclovia Alpe Adria gemeinsam berücksichtigen.
Weitere Reiseziele
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