Zovello entdecken: Fresko, Kirchen und Cjarsons
Unterkünfte in Zovello
Zovello erschließt sich über konkrete Zeugnisse aus Architektur und Kirchengeschichte, über die alte Tradition „fâ la Sensa“, über Cjarsons und über den Weg „Zovello – Troi dal Pič“.
Architektur mit eigenen Geschichten
An der Fassade von Cjasa di Parigin befindet sich ein großes Fresko aus dem Jahr 1870 mit dem Markuslöwen und einer religiösen Szene. Cjasa di Parigin ist zugleich ein Gebäude des 17. Jahrhunderts von erheblichem künstlerischem und architektonischem Wert. Baualter, Fassadengestaltung und Bildmotiv verbinden sich hier zu einem besonders konkreten Zeugnis.
Cjasa Chilin ist ein Beispiel der karnischen Architektur vom 16. bis zum 17. Jahrhundert. Casa di Parigjin gehört in Zovello zu den typischen Gebäuden. In der Fraktion Zovello von Ravascletto gibt es außerdem Häuser, Heuschober, Stavoli und Kirchen, die Schätze von unschätzbarem Wert bewahren. Die unterschiedlichen Gebäudetypen geben der Ortsarchitektur eine breite historische und bauliche Prägung.
Sant’Andrea und kirchliche Kunst
Die Kirche Sant’Andrea in Zovello wurde erstmals im Jahr 1320 erwähnt; ihr neuer Glockenturm wurde 1926 errichtet. Im Kircheninneren befinden sich vor allem Werke des 18. Jahrhunderts, darunter Altäre, Skulpturen, Gemälde und Kelche. Viele dieser Werke stammen aus dem deutschen Kulturraum und wurden von den Cramârs gestiftet. So verbindet der Kirchenraum Baugeschichte mit einer vielfältigen Ausstattung.
Der Glockenturm der Kirche Sant’Andrea in Ravascletto ist ein freistehender Turm mit quadratischem Grundriss. Sein Sockel besteht aus unverputztem Sichtstein, der verputzte Schaft weist Schießscharten und ein Zifferblatt mit römischen Ziffern auf. Die quadratische Glockenstube hat paarige rundbogige Öffnungen. Material, Grundform und Details prägen seine architektonische Erscheinung.
Schreine, Ruinen und überlieferte Bräuche
Maina dal Pič ist ein Votivschrein aus dem 19. Jahrhundert, der der Madonna del Rosario, der Rosenkranzmadonna, gewidmet ist. Castello di Fratta ist ein verlassenes Wohnhaus des 17. Jahrhunderts an einem Ort, an dem die Überreste einer antiken Festung gefunden wurden. Beide Orte verbinden konkrete Bauzeugnisse mit religiöser Erinnerung und den Spuren einer älteren Festung.
Die alte Tradition „fâ la Sensa“ wird am 5. Juni in Stalivieri di Zovello begangen. Sie umfasst Spiele der Kinder im Wald, die Zubereitung von „Sopes e fritules“, das Erzählen von Sagen aus dem Valcalda-Tal und traditionelle Musik. Kinder, Speisen, Geschichten und Musik bilden dabei gemeinsam den überlieferten Inhalt dieses Brauchs.
Wandern und lokale Küche
Der Weg „Zovello – Troi dal Pič“ ist eine Wanderroute mit einer Gehzeit von einer Stunde und 210 Höhenmetern. Der Weg ergänzt die historischen Themen um eine aktive Möglichkeit, Zovello zu erkunden.
Die Cjarsons von 921 Zovello ähneln Ravioli und haben eine reichhaltige Füllung. Sie enthalten keinen Zucker, sondern werden durch Marmelade, Rosinen und Kakao leicht gesüßt. Der Betrieb 921 Zovello lädt dazu ein, seine Cjarsons zu kosten, und bietet diese Produkte zur Online-Bestellung an.
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