Castelmonte: Heiligtum, Festungsdorf und Naturpark
Unterkünfte in Castelmonte
Ein befestigtes Heiligtum mit eigenem Charakter
Castelmonte verbindet religiöse Geschichte, festungsartige Architektur und eine Landschaft, die sich auf unterschiedliche Weise entdecken lässt. Bis 1253 war das befestigte Heiligtum von Castelmonte zu einem Dorf angewachsen. In dieser Zeit wurde vor der Kirche ein Portikus zum Schutz der Pilger errichtet. Der überdachte Vorbau gehört damit zu jener baulichen Prägung, in der sich die Geschichte des Heiligtums und die Entwicklung des Dorfes unmittelbar begegnen.
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Foto: Johann Jaritz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Auch heute bestimmt der bauliche Charakter den Eindruck des Ortes. Der Komplex von Castelmonte ist von hohen Mauern umgeben und bewahrt seinen Charakter als Festung. Das Dorf Castelmonte ist durch zwei Tore zugänglich.
Kunst zwischen Kirche und Dorfplatz
Ein besonderer Akzent liegt auf der Statue Madonna viva mit dem Kind. Sie wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts aus bemaltem Kalkstein gefertigt und wiegt mehr als vier Zentner. Wegen ihres lebhaften und mütterlichen Ausdrucks trägt die Statue den Namen „Madonna viva“. Der Name verweist auf die Wirkung des Gesichts und macht das Werk auch für Besucher zugänglich, die sich ohne kunsthistorische Vorkenntnisse für die Details sakraler Kunst interessieren.
An der Südfassade der Kirche befindet sich außerdem das aus weißem Marmor gefertigte Relief „Madonna col Bambino lattante“ aus dem späten 15. Jahrhundert. Die Statue und das Relief setzen unterschiedliche Materialien innerhalb der sakralen Kunst nebeneinander und stammen zugleich aus verschiedenen Abschnitten des 15. Jahrhunderts. Auf einem kleinen Platz in Castelmonte steht ein Brunnen aus dem Jahr 1645. Zusammen mit dem Portikus und dem festungsartigen Komplex entsteht so ein Ortsbild, in dem Skulptur, religiöse Baugeschichte und alltägliche Dorfstruktur eng nebeneinanderstehen. Wer Castelmonte besucht, kann den Schwerpunkt daher auf einzelne Kunstwerke ebenso legen wie auf die Wirkung des gesamten historischen Ensembles.
Naturpark und Panorama am Colle della Croce
Seit 1992 ist der Colle della Croce ein Naturpark mit Wegen, Rastplätzen und Bänken. Vom Fuß des großen Metallkreuzes auf dem Colle della Croce bietet sich ein außergewöhnliches Panorama. Die vorhandenen Wege und Rastmöglichkeiten geben dem Landschaftserlebnis eine ruhigere, beobachtende Seite: Sie können den Aufenthalt dort mit einem Spaziergang verbinden, Pausen einplanen und den Blick über die Umgebung auf sich wirken lassen.
Weitere Ziele in der Umgebung
Der Wasserfall Cascate Kot, auch Cascata del Kot, liegt in der näheren Umgebung von Castelmonte. Ebenfalls in der Umgebung befindet sich das Museo archeologico nazionale, ein Museum. Entlang der Via delle antiche Pievi di Prepotto gibt es Rastplätze, an denen man sich stärken und die umliegende Hügellandschaft genießen kann. Castelmonte eignet sich damit als Reiseziel für alle, die historische Ortsbilder, sakrale Kunst und Landschaft nicht getrennt voneinander betrachten möchten.
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