Pignola zwischen Festkultur, Architektur und Natur
Unterkünfte in Pignola
Pignola verbindet ein hoch gelegenes historisches Zentrum mit Festkultur, sakraler Kunst, ländlicher Geschichte und abwechslungsreicher Natur. Wenn Sie für Ihre Italienreise unterschiedliche Interessen zusammenbringen möchten, finden Sie hier markante Anknüpfungspunkte: Plätze und Portale, religiöse Bauwerke, Maiveranstaltungen, Wälder, ein Naturschutzgebiet und regionale Spezialitäten.
File:DSC 6994 Pignola fotografata dal monte Serranetta.jpg
Foto: Santarsiero Donato via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Historisches Zentrum und besondere Bauwerke
Das historische Zentrum von Pignola liegt auf 927 Metern über dem Meeresspiegel und überblickt das obere Basento-Tal. Auf der Piazza Vittorio Emanuele II prägen bedeutende Palazzi und elegante Portale das Bild. Zu den architektonischen Details gehören Karyatiden und Telamone, Maskaronen, figurative Konsolen sowie schmiedeeiserne Balkone. Das Portale Ciasca ist im Stil des Barocchetto oder Rokoko gestaltet und zeigt dämonisch geformte Maskaronen; die zugehörige Palastfassade besitzt ebenfalls schmiedeeiserne Balkone.
Die Chiesa di Santa Maria Maggiore wurde 1784 auf den Fundamenten einer romanischen Kirche wiederaufgebaut. Im Santuario di Maria Santissima degli Angeli befindet sich die Madonna del Pantano, ein zwischen 1577 und 1587 von Geronimo Arnone geschnitztes und vergoldetes Holzbild. Damit begegnen Ihnen in Pignola unterschiedliche Schichten religiöser Kunst und Baugeschichte, ohne dass sich der Ort auf ein einziges historisches Thema reduzieren lässt.
Feste im Mai
Im Mai stehen in Pignola mehrere religiöse und örtliche Feierlichkeiten im Mittelpunkt. La Uglia di Pignola findet jedes Jahr am dritten Sonntag im Mai statt. Die Festa delle Uglia ist als Straßendarstellung mit Ginsterfeuern gestaltet. Dabei wird eine Stoff-Guglia mit dem Bild der Madonna von Trägern durch das historische Zentrum getragen.
Die jährliche Feier zu Ehren von Maria Santissima degli Angeli findet vom dritten Samstag bis zum vierten Sonntag im Mai statt. Am Morgen des dritten Sonntags im Mai führt im Rahmen dieser Feier eine Prozession vom Santuario di Pantano zur Chiesa Madre di Pignola. Wer diese Feierlichkeiten miterleben möchte, orientiert sich am Zeitraum vom dritten Samstag bis zum vierten Sonntag im Mai.
Wälder, Lago Pantano und Industriearchäologie
Pignola bietet eine vielfältige Landschaft mit den Buchenwäldern von Rifreddo, Kastanienhainen sowie ausgedehnten Beständen von Weiß- und Rot-Tannen. Das Lago Pantano ist ein regionales Naturschutzgebiet und eine WWF-Oase mit ausgestatteten Naturlehrpfaden. Diese beiden Facetten sprechen besonders Reisende an, die Waldlandschaften und naturbezogene Ausflüge mit einem historisch geprägten Ortsbild verbinden möchten.
Zur ländlichen Vergangenheit gehören die heute stillgelegten ehemaligen Mühlen. Ihre Räder wurden einst von den Bächen Pignolas angetrieben; heute gelten die Mühlen als interessantes Beispiel der Industriearchäologie.
Ländliches Leben und regionale Spezialität
Das Museo scenografico del Costume e della Civiltà rurale vermittelt das ländliche Leben des 19. und 20. Jahrhunderts anhand von Trachten und zwei rekonstruierten Szenen. Das Museum zeigt außerdem traditionelle Trachten aus verschiedenen Orten der Basilikata, Garne und Geräte zu ihrer Herstellung sowie Alltagsgegenstände und landwirtschaftliche Arbeitsgeräte. Für Sie entsteht dadurch ein konkreter Einblick in Kleidung, Handwerk und Arbeitswelt der Region.
Auch der Fagiolo rosso scritto del Pantano di Pignola gehört zum lokalen Profil. Die Bohnensorte ist mit besonderen Methoden der Verarbeitung, Konservierung und Reifung verbunden. So ergänzen regionale Erzeugung und Alltagskultur die architektonischen, religiösen und landschaftlichen Themen Pignolas.
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