Grassano: Carlo Levi, Kirchen und Landschaft des Basento-Tals
Unterkünfte in Grassano
Grassano zwischen Ortsgeschichte und Landschaft
Für Sie treffen hier Architektur, religiöse Tradition, Kunst, Literatur und regionale Küche an konkreten Schauplätzen aufeinander.
Im historischen Ortszentrum von Grassano liegt der Palazzo Materi an der Via Umberto I. Seine Errichtung wird auf die Zeit zwischen dem späten 18. und dem frühen 19. Jahrhundert datiert. Ein Portal und ein Wappen aus lokalem Stein prägen das Gebäude; außerdem beherbergt der Palazzo ein kleines Carlo-Levi-Museum.
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Foto: Marga Decuzzi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Palazzo Materi und die Kirchen des Ortes
Die Chiesa Madre San Giovanni Battista stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ihr barocker Grundriss hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen und einer großen Kuppel. Zur Ausstattung gehört eine geschnitzte und vergoldete Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Die Chiesa della Madonna del Carmine beherbergt eine von Franco Artese geschaffene Krippe, die 80 m² groß ist. In der Chiesa di Santa Maria della Neve befinden sich ein Gemälde einer Geburt Christi aus dem 18. Jahrhundert sowie eine 1823 entstandene polychrome Holzgruppe der Madonna delle Nevi mit Engeln von Giuseppe Volpe.
Die Torretta ist ein mittelalterlicher Wachtturm in der Nähe des Sportplatzes von Grassano.
Carlo Levi in Grassano
Während der faschistischen Zeit nahm Grassano Carlo Levi im Rahmen des Confino auf. Carlo Levi hielt Grassano später in seinen Gemälden und in dem Buch „Cristo si è fermato ad Eboli“ fest. Die historische Locanda Prisco, in der er während dieses Aufenthalts untergebracht war, bildet den Kern der Carlo-Levi-Pinakothek in Grassano.
In Grassano gibt es außerdem eine Carlo Levi gewidmete Pinakothek, die gemeinsam mit dem Verein „Crassanum“ entstanden ist. Sie dient als kulturelles und pädagogisches Labor und fördert konkrete Aktivitäten.
Basento-Tal und I Cinti
Von der Fraktion Caracoia aus bietet sich ein Blick auf die eindrucksvollen Lehm-Badlands. Im Basento-Tal liegen die Giardini Piccoli mit Gemüse- und Obstgärten entlang des Flusses. Ein alter, gepflasterter Weg durch I Cinti beginnt an den Überresten des ehemaligen Kastells der Malteserritter unterhalb der Chiesa Madre von Grassano.
Der Weg durch I Cinti zeigt im geologischen Landschaftsraum des mittleren Basento-Tals abwechselnde Schichten aus Konglomerat und Sand. I Cinti sind von üppiger und vielfältiger Vegetation umgeben. Die Grotta-Cantina Santoro wurde restauriert und in ihren Zustand vom Beginn des 20. Jahrhunderts zurückversetzt.
Traditionen und Küche
Zur San-Rocco-Tradition in Grassano gehört am 22. September eine Prozession, bei der Votivkerzen-Strukturen namens „i macenul“ getragen werden. Die traditionelle Küche von Grassano hat bäuerliche Ursprünge. Frazzul sind Makkaroni mit Tomatensauce, Stücken von Salami und Schweinebauch, gewürzt mit Lorbeerblättern.
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