Corigliano d’Otranto: Castello, Griko und lokale Kultur
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Foto: Freddyballo via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Corigliano d’Otranto gehört zur Grecìa Salentina. In Corigliano d’Otranto wird Griko gesprochen, eine alte Sprache griechischen Ursprungs. Zum Ortsbild gehören das mittelalterliche Castello de’ Monti, Kirchen und der Palazzo Comi. Neben den Bauwerken ist auch die lokale Esskultur mit eigenen Produkten vertreten. Die megalithischen Überreste der Dolmen Caroppo I und Caroppo II liegen außerhalb des bebauten Ortsbereichs.
Castello, Stadttore und Kirchen
Am Eingang zum historischen Zentrum liegt das mittelalterliche Castello de’ Monti mit seiner reich verzierten Hauptfassade. Es gilt als besonders herausragendes Modell feudaler und militärischer Architektur. Unmittelbar am Castello liegt Caporta, das Südtor von Corigliano d’Otranto. Das Tor wird vom Stadtwappen sowie vom Wappen von Giovan Battista de’ Monti bekrönt.
Die Chiesa madre di San Nicola Vescovo wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer früheren Kapelle errichtet und 1622 umgebaut. Ihr Glockenturm stammt aus dem Jahr 1465 und diente ursprünglich als Wachturm innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern. Der Glockenturm ist damit älter als die heutige Kirche. Die Torre dell’orologio wurde 1644 wiederaufgebaut und 1770 verändert.
Im Palazzo Comi befindet sich ein Fragment einer griechischen Inschrift. Es gilt als eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse der byzantinischen Vergangenheit von Corigliano d’Otranto. Der Palazzo selbst ist ein bedeutendes Beispiel ziviler Architektur des 18. Jahrhunderts. Die heutige Chiesa della Madonna delle Grazie stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und bewahrt ein byzantinisches Fresko der Madonna di Costantinopoli aus einer älteren Kirche gleichen Namens.
Griko und lokale Spezialitäten
Die sprachliche Besonderheit des Ortes begegnet Ihnen auch an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Dort gibt es beispielsweise Informationstafeln, auf denen Griko auf Italienisch, Englisch und Griko erläutert wird. Zur lokalen Esskultur gehört Popaneddha, eine süße Gurke, die gewöhnlich im Sommer als Frucht oder als Zutat für frische Salate gegessen wird. Der Tartufo bianco di Corigliano ist ein lokales Produkt, das Sie probieren können. Damit stehen an den Sehenswürdigkeiten sprachliche Hinweise neben konkreten Erzeugnissen der lokalen Küche.
Megalithische Spuren und Veranstaltungen
Außerhalb des bebauten Ortsbereichs von Corigliano d’Otranto befinden sich die megalithischen Überreste der Dolmen Caroppo I und Caroppo II; dazu gehört auch Dolmen Caroppo I. Im Castello de’ Monti veranstaltet das Projekt Il Castello Volante in den Räumen Workshops und multidisziplinäre Events. Für Kulturinteressierte liegt der Unterschied zwischen den Schauplätzen nicht nur in ihrer Zeitstellung, sondern auch in ihrer Lage: Die Dolmen befinden sich außerhalb der Bebauung, das Castello steht am Eingang des historischen Zentrums.
Torre Chianca, Melendugno, San Pietro In Lama, Gemini, Castrignano De' Greci, Santa Caterina, Carmiano, Uggiano La Chiesa
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