Poggio Imperiale: Kirchen, Palio und Lagunenlandschaft

Poggio Imperiale erschließt sich besonders über seine religiöse Architektur und die Geschichte seiner Gründung. Die Chiesa di San Placido Martire ist der wichtigste Ort der religiösen Andacht in Poggio Imperiale. Sie wurde 1759 mit Unterstützung von Fürst Don Placido Imperiale, dem Herrn von Lesina, erbaut. Über dem Altar hängt ein Gemälde der Madonna mit dem Kind und San Placido Martire; außerdem wird in der Kirche eine Reliquie des Leibes von San Placido aufbewahrt.

Gründungsgeschichte und Bauwerke

Die Ortsgeschichte beginnt ebenfalls 1759: Poggio Imperiale wurde in diesem Jahr von Placido Imperiale gegründet. Die ursprüngliche Siedlung bestand aus Reihenhäusern, einem Tierstall, einem Geräteschuppen und einer Tenne und wirkte dadurch wie ein landwirtschaftlicher Gutshof. Diese schlichte, funktionale Anlage bildet einen anschaulichen Gegensatz zu den späteren Sakralbauten. Der Palazzo de Ciccio ist ein weiteres Baudenkmal von Poggio Imperiale und liegt am heutigen Corso Vittorio Emanuele. Die Chiesa Madre stammt aus dem Jahr 1875. Die Chiesa del Cuore di Gesù wurde 1838 geweiht und für die Öffentlichkeit geöffnet; sie bewahrt ihre ursprüngliche Fassade und ihren Glockenturm.

Festa und Palio

Die religiöse Tradition wird in Poggio Imperiale auch durch feste Termine sichtbar. Die jährliche Festa Patronale di San Placido Martire findet am 5. Oktober statt und umfasst eine feierliche Prozession durch die Straßen von Poggio Imperiale. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an einem kulturellen Ereignis ausrichten möchten, ist dieses Datum deshalb ein klarer Orientierungspunkt. Ein anderes Format ist das Palio della Dama vivente, das im Sommer auf der Piazza Placido Imperiale als Damenturnier mit lebenden Figuren veranstaltet wird. Beim Palio di Dama Vivente bewegen sich als historische Figuren gekleidete Einheimische anstelle der gewöhnlichen Damespielsteine.

Santuario und regionale Landschaft

Auch das Santuario di San Nazario gilt in Poggio Imperiale als lohnendes Besuchsziel. An einer heißen Quelle beim Santuario entspringt der Bach Caldoni.

Lagune, Natur und Terranovese-Küche

Im weiteren regionalen Umfeld von Poggio Imperiale bietet die Oasi Duna di Lesina Wege durch Schilfbestände, mediterrane Macchia und Lagunenbecken, die sich für Mountainbike-Ausflüge eignen. Ebenfalls im weiteren regionalen Umfeld liegt im östlichen Teil der Lagune von Lesina das staatliche Naturschutzgebiet Lago di Lesina. Seine Schilfbestände bieten Purpurreihern und Rohrdommeln Brutlebensraum. Zur Terranovese-Küche gehört jallucc rrchijn, ein gefüllter Hahn, der bei Ferragosto-Festessen traditionell nach den Orecchiette serviert wird. Wenn Sie Kirchen, Festkultur, Landschaft und regionale Küche miteinander verbinden möchten, bietet Poggio Imperiale dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

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