Torgnon zwischen Bergwegen, Geschichte und Wintersport
Torgnon verbindet historische Zeugnisse, aussichtsreiche Wege und ein vielseitiges Angebot für Sommer- und Wintertage. Sie begegnen hier kleinen Kapellen, einer agro-pastoralen Lebenswelt, Panoramablicken und regionalen Spezialitäten. Gleichzeitig reichen die Möglichkeiten von kurzen Rundwegen bis zu längeren Wander-, Rad- und Langlaufstrecken.
Geschichte zwischen Mongnod und Petit Monde
In Mongnod, dem zentralen Ortsteil von Torgnon, steht die Pfarrkirche von St. Martin. Der dreischiffige neugotische Bau stammt aus dem Jahr 1868. Noch weiter zurück reichen die Spuren bei Chaté und Chatrian: Dort wurden prähistorische Siedlungen identifiziert, die zeigen, dass Torgnon bereits vor dem Römischen Reich bewohnt war.
Das Musée Petit Monde ist in drei historischen Gebäuden untergebracht. Dazu gehören ein Raccard aus der Zeit von 1462 bis 1503, eine Grandze von 1700 und ein Grenier von 1476. Das Museum vermittelt die Geschichte, Kultur, Arbeit und Lebenswelt Torgnons anhand von Gegenständen aus einer agro-pastoralen Gemeinschaft. Eine antike, vor kurzem restaurierte Mühle gehört ebenfalls zum Museumskomplex Petit Monde.
Von Mongnod erreichen Sie das Musée Petit Monde über einen überwiegend ebenen Panoramaspaziergang. Der Weg führt an einer Panoramaterrasse und an der Cappella di Ponty vorbei. Die Kapelle wurde zwischen 1720 und 1730 in den Fels gebaut, liegt an der Verbindung zwischen Mongnod und Triatel und ist ein wichtiger Andachtsort für die Menschen der Umgebung. Vom Musée Petit Monde lässt sich der Weg bis zur Mühle und zum Wasserfall am Bach Petit Monde fortsetzen.
Wanderungen, Rundkurse und besondere Aussichtspunkte
Für unterschiedliche Konditions- und Zeitbudgets stehen in Torgnon verschiedene Strecken zur Verfügung. 16 Kilometer des Tour des Alpages verlaufen durch Torgnon; dazu kommen mehr als 50 Kilometer weiterer familiengeeigneter Wege in naturnaher Umgebung. Der vollständige Rundweg am Lo Ditor dauert etwa 45 Minuten. Der Sentiero 16 trägt die Bezeichnung „SIC Lodetor – Sito di Importanza Comunitaria“.
Der Gipfel bei der Madonna degli Alpini kann entweder über einen teilweise in den Fels geschnittenen Weg oder über die Cappella di San Grato und anschließend einen steilen Grashang erreicht werden. Die Radtour Tour des Alpages ist ein 21 Kilometer langer Rundkurs mit einer Dauer von drei Stunden, 389 Höhenmetern im Aufstieg und 388 Höhenmetern im Abstieg.
Die Cappella di Saint-Evence steht auf einer Hochebene, die als Aussichtspunkt auf nahe und weiter entfernte Gipfel dient. Das Oratorio di Gilliarey ist ein kleines weißes Gebäude für Gebet und Meditation auf einem Felsvorsprung oberhalb von Antey. Die Route von Etirol dorthin ist 5 Kilometer lang, überwindet 585 Höhenmeter im Aufstieg und dauert etwa eineinhalb Stunden. Am Aussichtspunkt sehen Sie das Matterhorn und einen Teil der Monte-Rosa-Gruppe einschließlich der Breithorn-Gipfel nahe der Schweizer Grenze.
Weitere religiöse Zeugnisse liegen in der Landschaft: Die Cappella di Fossemagne wurde 1761 errichtet und Notre-Dame d'Oropa geweiht. In den höheren Lagen rund um Torgnon können Sie Murmeltiere, Steinböcke und Gämsen beobachten. An einem ausgestatteten Aussichtspunkt stehen ein Panoramaglas und ein Blick auf Etirol und dessen frühere Getreideterrassen zur Verfügung.
Wintersport mit mehreren Streckenprofilen
Im Winter bietet Torgnon verschiedene Möglichkeiten für Abfahrt, Langlauf und Bewegung im Schnee. Das Skigebiet verfügt über insgesamt 25 Kilometer Abfahrtspisten, die vollständig künstlich beschneit werden. Zum Langlaufangebot gehören Panoramarunden von 3, 5, 7,5, 10 und 20 Kilometern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Verbindung der Langlaufloipen La Maisonnette und Verrayes bildet einen 40 Kilometer langen Rundkurs, der mit einer einzigen Fahrkarte genutzt werden kann.
Der Winterpark in Chantorné verfügt über zwei Förderbänder, einen Übungshang und Bahnen für Snowtubing, Snakegliss und Zibob. Zusätzlich gibt es in Torgnon zwei Routen für Winter-Nordic-Walking. Damit lassen sich kurze Aktivitäten und längere Wintersporttage getrennt voneinander planen, ohne die verschiedenen Streckenarten miteinander zu verwechseln.
Regionale Küche und lokale Feste
Zur kulinarischen Seite Torgnons gehört Torgnolette, ein Kartoffelgericht mit Fontina. Es wurde für das Fest Torgnon d’Outon kreiert und wird heute von mehreren Restaurants im Ort angeboten. Das Fest zum Sankt-Martins-Patronatsfest umfasst sonntags außerdem einen Markt mit typischen Produkten und lokalem Kunsthandwerk. Dort werden unter anderem Fontina d’alpeggio und Bergkartoffeln verkauft.
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