Pontelungo: Kirchen, Wege und Auen am Ombrone
Pontelungo entfaltet seinen Charakter dort, wo Wege, Kirchen und die Auenlandschaft des Ombrone Pistoiese zusammenkommen. Für Sie ergibt sich damit ein Ziel, das kulturgeschichtliche Spuren und unterschiedliche Landschaftsbilder verbindet: historische Kirchen, ein Flussraum, dichte Ufervegetation und Wege, die aus Pontelungo in Richtung der Hügel führen.
Kirchen zwischen Mittelalter und Gegenwart
Die heutige Kirche San Piero in Vincio wurde 1645 errichtet. Ihre Geschichte lässt sich bis zu einem Dokument von 1185 zurückverfolgen, in dem sie als S. Petri Vico Petrosi erscheint. Im 13. Jahrhundert gehörte San Piero in Vincio zur Pieve di Groppoli. So treffen an diesem Kirchenbau mehrere historische Ebenen aufeinander, ohne dass die spätere Errichtung die älteren Bezüge aus dem Blick nimmt.
Auch S. Pancrazio a Celle verbindet jüngere bauliche Veränderungen mit älteren Spuren: Die heutige Kirche wurde im 18. Jahrhundert umgebaut und bewahrt romanische Baustrukturen. Sie gilt als die Kirche im Raum Pistoia mit dem frühesten dokumentarischen Nachweis. Einen deutlich jüngeren Akzent setzt die heutige Kirche Santi Pietro e Girolamo in Collina, die in den 1990er-Jahren nach einem Entwurf des Architekten Giovanni Michelucci errichtet wurde.
Wege für unterschiedliche Etappen
Für die örtliche Orientierung ist die Buslinie 76 von Autolinee Toscane relevant. Sie trägt die Bezeichnung Pistoia FS–Pontelungo–Ramini–Case Soldi und umfasst die Haltestellen PONTELUNGO Ombrone sowie PONTELUNGO. Bei den Pilger- und Wanderwegen beginnt der Abschnitt Pistoia–Serravalle des Cammino di San Jacopo in Pontelungo und führt zum Convento di Giaccherino. Eine Wegführung des Cammino di San Jacopo gilt als Verlauf ins Tal bis zum Torrente Vincio di Montagnana; anschließend führt sie um den Hügel zurück nach Pontelungo.
Die Romea Strata erreicht die Einfahrt nach Pontelungo, wo sie wieder auf den Fluss Ombrone Pistoiese trifft. An dieser Einfahrt biegt sie links in Richtung der Hänge des Montalbano ab und führt zur Kirche Santi Pietro e Girolamo in Collina. Nach einigen Kilometern steigt die Romea Strata durch Wälder, Weinberge und Olivenhaine in den Hügeln des Montalbano an. Damit lässt sich der Wegverlauf als Wechsel vom Flussraum zu einer landwirtschaftlich und bewaldet geprägten Hügellandschaft verstehen.
Auenlandschaft und Tierwelt
Ein Umweltweg verläuft innerhalb der rechten und linken Uferdämme und Auen von Pontelungo bis Gello. Die breite Ombrone-Aue weist in diesem Abschnitt dichte Ufervegetation auf. Hinzu kommt eine Vogelwelt, die teilweise derjenigen typischer Feuchtgebiete südlich der Ebene ähnelt. Wer Pontelungo über seine Landschaft kennenlernen möchte, findet hier einen klaren Gegensatz zu den ansteigenden Wegen durch Wälder, Weinberge und Olivenhaine.
Ergänzt wird dieses Landschaftsbild durch die kleine romanische Kirche Pieve di San Michele a Broccoli. Sie liegt auf einem Hügel, der das Vincio-Tal vom Ombrone-Tal trennt. Pontelungo eignet sich dadurch als Ausgangspunkt für eine Reiseplanung, bei der Sie historische Bauwerke, Pilgerwege, Flussauen und Hügellandschaften miteinander verbinden können, ohne den jeweiligen Charakter der einzelnen Orte und Wegabschnitte zu vermischen.
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