Montagnana: Geschichte, Wald und Kulturlandschaft
File:Montagnana Pistoiese (Marliana), 1724 giglio di Firenze .jpg
Foto: Mongolo1984 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Montagnana lässt sich über zwei miteinander verbundene Perspektiven kennenlernen: über die mittelalterlich geprägte Ortsgeschichte und über die Landschaft des weiteren Gebiets von Marliana. Diese Kombination spricht Reisende an, die kulturelle Spuren nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Wald, Hängen und ländlicher Umgebung betrachten möchten.
Historische Spuren in Montagnana
Montagnana wurde später zu einem der befestigten Dörfer, die von der Comune di Pistoia kontrolliert wurden. Am Ortseingang von Montagnana stehen mittelalterliche Mauern.
Die Kirche der Heiligen Giusto und Lucia wurde wahrscheinlich vor dem 12. Jahrhundert gegründet. Ihre Nordseite bewahrt trotz späterer Umbauten Spuren ihrer mittelalterlichen Struktur. Bei der Betrachtung der Kirche lohnt es sich daher, neben ihrem hohen Alter auch die Nordseite und ihre mittelalterlichen Strukturspuren einzubeziehen.
Oberhalb der Kirche lag die historische Befestigung von Montagnana und wird als „castrum Montagnane muratum circum circa cum fortilitia“ bezeichnet. Die Lage oberhalb der Kirche ergänzt das Bild des Ortes um einen weiteren historischen Bezug zur Befestigung.
Wälder, Hänge und landwirtschaftliche Flächen
Das weitere Gebiet von Marliana ist ein Berggebiet mittlerer Höhenlage mit dichten Wäldern, sonnigen Hängen und ausgedehnten landwirtschaftlich genutzten Flächen. Für die Orientierung in der Landschaft sind damit unterschiedliche Gelände- und Nutzungsformen verbunden, ohne dass Montagnana auf einen einzigen Landschaftstyp festgelegt werden muss.
Ein großer Teil des Gebiets von Marliana ist von dichten Kastanienwäldern bedeckt. An den sanfteren Hängen liegen Weinberge und Olivenhaine. So stehen geschlossene Waldflächen neben bewirtschafteten Hängen, die von Weinbau und Olivenkultur geprägt sind.
Kulturelle Bezüge und regionale Umgebung
Der Maggio Itinerante Pistoiese entstand 2003 auf der Montagna Pistoiese und ist vom Calendimaggio, einer alten volkstümlichen Tradition, inspiriert. Der regionale Bezug erweitert den kulturellen Blick über die Mauern und die Kirche von Montagnana hinaus.
Monte Bersano und Poggiobello sind Gipfel in der näheren Umgebung von Montagnana. Le Piaggete und Monte Tagliola sind weitere Gipfel in der Umgebung von Montagnana. Die Berglandschaft erscheint dadurch sowohl im näheren Umfeld als auch in einer weiter gefassten Umgebung des Ortes.
In der Umgebung von Montagnana liegen außerdem das Museum Oltre, das Museo dell'Ospedale del Ceppo, das Museo Civico Pistoia und der Palazzo Pretorio. Für kulturorientierte Tage lässt sich Montagnana so mit Sakralarchitektur, Befestigungsgeschichte, mehreren Museen und einem weiteren historischen Bau im Umfeld verbinden.
Wald und Routenbezug
Der erste Abschnitt der Route führt durch den Wald von Montagnana. Der Wald ist damit nicht nur Teil des Landschaftsbildes, sondern auch mit dem Beginn dieses Routenverlaufs verbunden. Zusammen mit den Gipfeln, Kastanienwäldern, Weinbergen und Olivenhainen entsteht ein Landschaftsthema, das sich von der historischen Ortsstruktur deutlich unterscheidet.
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