Monachino zwischen Weideflächen, Wald und Geschichte

Monachino zwischen Talweitung und Weideflächen

Monachino liegt auf etwa 700 m Höhe an einer Stelle, an der sich das enge Tal der östlichen Limentra deutlich weitet. Die Talweitung bietet Raum für ausgedehnte Weideflächen.

Ferriera, Kirche und Oratorium im Limentra-Tal

Am Ende des 16. Jahrhunderts war in Monachino eine vom Großherzog der Toskana in Auftrag gegebene ferriera in Betrieb. Der italienische Begriff ferriera bezeichnet eine Anlage der Eisenverarbeitung. Die Anlage gehört damit zu den historischen Spuren im Ort, die mit der Verarbeitung von Eisen verbunden sind.

Die Kirche in Monachino ist dem heiligen Papst Stephan geweiht und stammt aus dem Jahr 1838. Mit dem Baujahr 1838 liegt die Kirche zeitlich nach der am Ende des 16. Jahrhunderts betriebenen ferriera. Im Ortsteil Pian del Toro im Limentra-Tal bestand ein Oratorium. Es war zunächst von der Abtei Fontana Taona abhängig und gehörte später der Florentiner Familie Pazzi. Kirche und Oratorium stehen dabei an unterschiedlichen Punkten innerhalb des historischen Orts- und Talraums.

Wassertechnik bei Ponte de' Bianchi

Bei Ponte de' Bianchi steht ein in der unmittelbaren Nachkriegszeit errichtetes Metallrad mit waagerechter Achse und mehreren Schaufeln. Es nutzte die Wasserzufuhr eines früheren Mühlrads mit vertikaler Achse und erzeugte Strom für das Militärgebiet Monte la Croce und Monachino. Die waagerechte Achse des Metallrads und die vertikale Achse des früheren Mühlrads gehören zu zwei aufeinander bezogenen Rädern.

Wege zum Rifugio, zur Cascina und zum Sasso del Consiglio

Von Monachino aus ermöglichen gute Wege und Maultierpfade Ausflüge zum Rifugio Pacini-La Rasa. Ebenfalls von Monachino aus führen solche Wege und Pfade zur Cascina di Spedaletto-Acquerino.

Der Sasso del Consiglio liegt wenige hundert Meter von Monachino entfernt und weist zahlreiche Felsritzungen auf. Für Kulturinteressierte ist dieser Felsort ein eigener Bezugspunkt neben den historischen Stätten im Ort und im Limentra-Tal. Die Felsritzungen ergänzen die Bau- und Technikgeschichte um eine weitere historische Spur.

Foresta dell’Acquerino

Das Naturschutzgebiet Foresta dell’Acquerino ist von ausgedehnten Wäldern mit vorherrschenden Buchen und grasbewachsenen Lichtungen geprägt. Die Buchen sind jahrhundertealt. Die grasbewachsenen Lichtungen bringen offene Bereiche in die ausgedehnten Buchenwälder. Die Kombination aus Wald und Lichtungen unterscheidet sich in ihrer Form von den offenen Weideflächen an der Talweitung.

Der Foresta dell’Acquerino enthält außerdem einen archäologischen Park, der in den Itinerario della Pietra des Ecomuseo della Montagna Pistoiese eingebunden ist. In Località Monachino, 51020, befindet sich zudem das Centro di Educazione Ambientale di Acquerino. Das Centro di Educazione Ambientale und die Osteria del Monachino liegen beide in Località Monachino und gehören zum Ort. Damit stehen im Landschaftsraum Wald, Lichtungen, Archäologie und Umweltbildung nebeneinander.

Lokale Adresse in Monachino

Die Osteria del Monachino in Località Monachino 1/4 ist eine Bar und ein Restaurant.

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