Marti – Burgengeschichte und Valdarno-Panoramablick

File:Marti, balcone con ringhiera.JPG File:Marti, balcone con ringhiera.JPG Foto: Sailko via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Marti verbindet eine vielschichtige Geschichte mit bemerkenswerten Spuren im Ortsbild und auf dem Burgberg. Wenn Sie italienische Orte gern über ihre Architektur, Archäologie und lokalen Feste kennenlernen, finden Sie hier mehrere Anknüpfungspunkte: von der mittelalterlichen Siedlung bis zum Panoramablick über das Valdarno.

Marti und seine mittelalterlichen Wurzeln

Die Siedlung Marti entstand im Frühmittelalter auf einer bereits bestehenden etruskischen Siedlung. Um das Jahr 1000 entstand hier eine der bedeutendsten Burgen der pisanischen Familie Upezzighi. Im Jahr 1435 ordnete Florenz an, die Burg von Marti abzutragen und zu zerstören.

Pieve di Santa Maria Novella

Zu den wichtigen Bauwerken gehört die Pieve di Santa Maria Novella, die 1332 erbaut wurde. Außen ist sie vollständig aus Ziegeln errichtet. Blendbogen schmücken die Hauptfassade und die Außenseiten; in die Fassade sind außerdem Keramikschalen des 13. Jahrhunderts aus pisanischer und hispanischer Herstellung eingesetzt. Für Ihren Rundgang bietet die Kirche damit architektonische Details, die sich unmittelbar am Bauwerk betrachten lassen.

Bastione: Archäologie und Blick ins Valdarno

Das archäologische Gebiet Bastione liegt auf dem Gipfel, an dem die mittelalterliche Burg von Marti stand. Dort führt ein Lehrpfad an freigelegten Abschnitten der Festungsmauern, an Resten antiker Gebäude und an einer seltenen mittelalterlichen Ziegelbrennerei vorbei. Vom Bastione aus bietet das Gebiet zudem einen Panoramablick über das Valdarno. Geschichte und Landschaft stehen hier deshalb in einem klaren räumlichen Zusammenhang.

Der archäologische Rundgang beginnt an der etruskischen Grabstätte „Gina“ und folgt der antiken Straße am Hang hinauf bis zur Festung. Diese Wegführung verbindet mehrere historische Ebenen: den etruskischen Ausgangspunkt, den antiken Verkehrsweg und den mittelalterlichen Burgstandort. Wenn Sie Orte lieber Schritt für Schritt als nur über einzelne Sehenswürdigkeiten erschließen, liegt darin ein besonderer Reiz.

Funde im Antiquarium di Marti

Das Antiquarium di Marti sammelt, bewahrt und zeigt in Wechselausstellungen etruskische, mittelalterliche und neuzeitliche Funde aus der Burg von Marti und der näheren Umgebung. Zum Bestand gehören Keramiken aus dem unteren Valdarno aus der Zeit zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert sowie Ziegel aus einer am Fuß des Bastione ausgegrabenen spätmittelalterlichen Ziegelei. Der Zugang zum Antiquarium di Marti ist auf besondere Veranstaltungen beschränkt.

Ortsbild, Dorffest und lokale Spezialität

Das historische Zentrum von Marti bewahrt einen gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtgrundriss. Beim historischen Dorffest am dritten Samstag und Sonntag im September erwartet Sie ein Kunsthandwerksmarkt in den Gassen des Ortes sowie das traditionelle Spiel tiro del panforte. Bei der Kirmes in Marti stehen am Samstag, dem 12. September, ab 19 Uhr Ciaccini Martigiani in vielen Geschmacksrichtungen auf dem Programm.

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