Montescudaio entdecken: Kirchenkunst, Wein und toskanisches Brot

Montescudaio verbindet Kirchenkunst, archäologische Spuren, lokale Spezialitäten und geschützte Landschaften zu einem vielseitigen Reisebild. Zwischen der Chiesa di Santa Maria Assunta, den Burgmauern, der Guardiola und den Naturwegen im Parco urbano del Boschetto finden Sie unterschiedliche Themen für Ihre individuelle Planung.

Kirchen und Kunst im Ortsbild

In der Chiesa di Santa Maria Assunta befinden sich eine bemalte Marmorskulptur des heiligen Franz von Paola aus dem 18. Jahrhundert sowie ein der venezianischen Schule des 17. Jahrhunderts zugeschriebenes Gemälde der Verkündigung. Der Zugang zur Kirche erfolgt über die Via del Borgo. Das Oratorio della Santissima Annunziata wurde im 15. Jahrhundert gegründet und in den 1930er-Jahren umfassend umgestaltet. Im Oratorio werden zwei glasierte Terrakottafiguren aufbewahrt, die die Verkündigte und den verkündenden Engel darstellen. Der Zugang führt über die Via della Madonna neben dem Rathaus; dabei sind zwei kleine Stufen zu überwinden.

Archäologische Zeugnisse und mittelalterliche Spuren

Die archäologische Stätte der Badia di Santa Maria war ein Benediktinerinnenkloster. Gegründet wurde die Badia am 3. Oktober 1091 von Gherardo V della Gherardesca. Zu ihren Überresten gehören Mauern, ein Kreuzgang und Bestattungen. Einen weiteren Einblick in die Vergangenheit bietet die Torre Civica: Sie steht neben dem ehemaligen Rathaus von Montescudaio, ist ein Turm aus dem 12. Jahrhundert und beherbergt ein Museum mit Funden aus den archäologischen Ausgrabungen der Badia di Santa Maria.

Zur historischen Orientierung gehört auch die neue, Santa Maria Assunta geweihte Kirche, die von 1854 bis 1857 erbaut wurde. Die Burgmauern von Montescudaio sind bis zu 15 Meter hoch. In ihren nördlichen und südlichen Abschnitten bewahren sie die ursprüngliche Mauerstruktur. Dadurch lassen sich im Ort verschiedene Zeitschichten nebeneinander betrachten, ohne dass einzelne Sehenswürdigkeiten denselben historischen Abschnitt wiederholen.

CeDiAS: Geschichte von der Vorgeschichte bis ins 20. Jahrhundert

Das CeDiAS behandelt die Geschichte und Archäologie des Bassa Val di Cecina, insbesondere von Montescudaio, von der Vorgeschichte bis zum 20. Jahrhundert. Zum Programm gehören Ausstellungen, Vorführungen, pädagogische Workshops und Fortbildungsveranstaltungen. Für Sie ist das CeDiAS deshalb vor allem dann interessant, wenn Sie die örtlichen Bauwerke und archäologischen Spuren in einen größeren zeitlichen Zusammenhang einordnen möchten.

Wein, Brot und der Blick vom Wachturm

Montescudaio ist als Città del Pane mit toskanischem Brot verbunden, das im Holzofen gebacken wird. Der Montescudaio DOC umfasst rote und weiße Weine; der Weißwein kann auch als trockener, halbtrockener oder süßer Vin Santo hergestellt werden. An der Piazza Matteotti befindet sich das Geburtshaus des Bildhauers Italo Griselli. Die Guardiola ist Montescudaios einzige erhaltene Wachturmanlage. Von dort reicht der Ausblick von der Ebene des Cecina bis zum Tyrrhenischen Meer.

Natur, Familienzeit und Radplanung

Der Komplex Giardino Scornabecchi liegt vollständig im geschützten Gebiet Giardino–Belora–Fiume Cecina. Im Parco urbano del Boschetto gibt es einen ausgestatteten Bereich mit Kinderspielmöglichkeiten und Naturwegen. Die Area Sportiva il Boschetto ist über die Via del Boschetto zugänglich. Mit Montescudaio ist außerdem ein Radausflugsweg entlang der Strada del Vino verbunden.

Weitere Reiseziele: Fiorino, Ponte a Egola, Lorenzana, Calci, San Giuliano Terme, Capannoli, Usigliano und Ponsacco.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pisa.

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