Montegemoli entdecken: Brot, Burg und Rundweg
File:Agriturismo il Pratone (Montegemoli) - panoramio (1).jpg
Foto: Andrea Ceccherini via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Im Zentrum des Dorfes Montegemoli steht die Kirche San Bartolomeo Apostolo, die Sie über eine blumengeschmückte Treppe oder über die Straße zum Schloss hinter der oberen Piazza Il Casalino erreichen. In ihr befindet sich die Madonna delle Grazie, eine Darstellung der Madonna mit Granatapfel und dem Jesuskind. Sie war Teil eines von Francesco Neri Guntarini aus Volterra für Coluccio Frescolini aus Montegemoli beauftragten Polyptychons.
Geschichte zwischen Burg und Salz
Montegemoli war im Mittelalter von einer Burg und einigen Häusern für die örtlichen Arbeiter der Salinen geprägt. Früher diente der Ort der Verteidigung der Moie, unterirdischer Adern salzhaltigen Wassers, aus denen wertvolles Salz gewonnen wurde. Diese Verbindung von Befestigung und Salzgewinnung gibt der Ortsgeschichte einen klaren historischen Rahmen.
Brot als lokaler Ausdruck
Auch die lokale Brotkultur hat ein präzises Profil: Montegemoli ist für sein im Holzofen gebackenes Brot bekannt, ein traditionelles toskanisches Agrarlebensmittel. Für das Pane di Montegemoli wird Mehl des Typs 2 aus ausgewähltem toskanischem Weizen verwendet, das beim Molino Messerini in Fabbrica di Peccioli hergestellt wird. Das Brot trägt damit den Namen Montegemoli, während die Herstellung des Mehls mit Fabbrica di Peccioli verbunden ist.
Der Montegemoli-Cerreto-Rundweg
Für eine bewegte Erkundung bietet der Montegemoli-Cerreto-Rundweg einen klar umrissenen Rahmen: Der Rundkurs ist 22 Kilometer lang und verläuft von Pomarance aus über die abwärts führende Gemeindestraße von Montegemoli. Der Rundweg führt zudem durch das eindeutig mittelalterlich geprägte Dorf Montegemoli, das von einer Burg mit einem besonderen zylindrischen Turm beherrscht wird. Beim Verlauf über den Hügelkamm öffnen sich rechts weite Ausblicke auf Volterra, links auf das Val di Trossa sowie die Höhen des Waldes von Monterufoli. So steht der Rundkurs für einen anderen Reisezugang als der Blick auf Kirche und Ortsgeschichte.
Presepiando und kreative Dorfgemeinschaft
Ein eigener kultureller Akzent liegt in der Krippenausstellung „Presepiando“, die 1997 im Dorf Montegemoli ins Leben gerufen wurde. Bei Presepiando gestalten die Bewohner der Fraktionen die Krippen aus Glasflaschen, Steinen, Stoff, Korken, Walnussschalen und weiteren Materialien, die zu Figuren verarbeitet werden. Wer Kultur nicht nur über Kirchenräume, sondern auch über gemeinschaftliche Gestaltung erschließen möchte, findet darin einen weiteren Zugang zu Montegemoli.
Religiöse Bezüge im Schloss
Zum Schloss gehört das Oratorium San Michele Arcangelo. Es ist mit dem Fest am 8. Mai zur Erscheinung des heiligen Michael verbunden sowie mit San Macario und der am folgenden Tag stattfindenden Messe. Zusammen mit San Bartolomeo Apostolo ergänzt dieser Bezug die sakrale Seite Montegemolis um eine weitere Verbindung aus Festtradition, Kunst und Ortsgeschichte.
Ergänzend können Sie auch Micciano, Lustignano, Stabilimenti, San Dalmazio und Montecerboli in Ihre weitere Reiseplanung einbeziehen.
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