Cascina: Stadtbild, Sakralbauten und lokale Kultur
Cascina liegt in geringer Entfernung vom Arno am Fuß der Südabhänge des Monte Pisano. Zum Ortsbild gehören Kunst, Kirchen, Theater und regionale Alltagskultur.
Stadtbild und erste Orientierung
Der historische Stadtgrundriss von Cascina folgt dem rechteckigen Plan eines römischen Castrums mit senkrecht zueinander verlaufenden Straßen. Eine von Arkaden gesäumte Hauptstraße durchquert Cascina und teilt den Siedlungskern in zwei ungleich große Teile. Die erhaltenen Teile der Mura di Cascina sind stark fragmentiert.
Kunst und Sakralgeschichte
Das Oratorio di San Giovanni Battista gilt als seltenes Denkmal der mittelalterlichen Malerei im Raum Pisa. Bartolo Palmieri beauftragte den sienesischen Künstler Martino di Bartolomeo im Jahr 1398, das Oratorio mit Fresken auszuschmücken.
Auch die Sakralbauten in Montione und Zambra stehen für unterschiedliche historische Epochen. Die Abbazia di San Savino in Montione gilt als seltenes erhaltenes Beispiel einer befestigten religiösen Siedlung; ihr Komplex wird auf die Zeit zwischen 1118 und 1134 datiert. Die Chiesa di San Jacopo (San Torpè) in Zambra gilt als eine der seltenen noch erkennbaren frühmittelalterlichen Kirchen Italiens. Ihre architektonische Struktur wird auf das 9. Jahrhundert datiert. Am Eingang befindet sich eine Stufe, eine Rampe für Menschen mit Behinderungen ist nicht vorhanden. Die Information zur Stufe und zur fehlenden Rampe betrifft den Eingang selbst und sollte bei der Planung eines Besuchs berücksichtigt werden.
Das Oratorio della Santa Croce ist ein Gebäude im Barockstil. Es wurde zwischen 1633 und 1674 errichtet und 1785 zum Baptisterium der Pieve. Die architektonische Datierung der Chiesa di San Jacopo (San Torpè) auf das 9. Jahrhundert liegt damit vor der Bauzeit des Oratorio della Santa Croce.
Theater, Museum und lokale Tradition
Die Città del Teatro in Cascina ist ein vom italienischen Ministerium für Kulturgüter und kulturelle Aktivitäten anerkanntes Zentrum der Theaterproduktion. Ergänzend dokumentiert das Museo della Società Operaia di Cascina, Legno e Mestieri die Künste, Handwerke, Wirtschaft, Bildung und soziale Entwicklung des Ortes und seines Gebiets seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Zur lokalen Tradition gehört die Fiera Annuale. Sie findet jeden Frühling in Cascina als traditionelles Patronatsfest zu Ehren der Stadtheiligen Innocenzo und Fiorentino statt. Zur regionalen Esskultur gehört die Piattella pisana, eine alte Bohnensorte aus dem Arnotal zwischen Cascina und Pisa.
Anreise mit Bahn und Straße
Die Città del Teatro in Cascina liegt etwa 2 Kilometer Fußweg vom Bahnhof Cascina entfernt; für die Verbindung zwischen Bahnhof und Theater ist dieser Fußweg daher als eigener Abschnitt einzuplanen. Der Bahnhof wird von der Regionalbahnstrecke Pisa–Florenz bedient. Cascina ist außerdem an wichtige Straßenverbindungen und eine Eisenbahnstrecke angebunden.
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