Montedivalli-Chiesa: Kirchenkunst, Panigacci und der Weg nach Genicciola
Montedivalli-Chiesa verbindet eine lange kirchliche Geschichte mit regionaler Küche und einer Landschaft, die sich auf dem südlichen Grat des Monte Castellaro entfaltet. Montedivalli gilt als Zugang zum Val di Vara.
Pieve di Sant’Andrea: Geschichte und sakrale Kunst
Die Pieve di Sant’Andrea ist erstmals in einer Urkunde vom 19. Mai 963 belegt. Zu ihren bemerkenswerten Details gehören romanische Sandsteinsäulen mit pflanzenförmigen und anthropomorphen Kapitellen. Auch der Altar verweist auf die jüngere Geschichte des Gotteshauses: Er wurde im Zuge der 2011 abgeschlossenen umfassenden Restaurierung errichtet und am 11. Dezember 2011 von Bischof Giovanni Santucci geweiht.
In der Pieve di Sant’Andrea werden die Statuen der Madonna mit Kind und des Ecce Homo aufbewahrt. Sie können sonntags und an gebotenen Feiertagen während der Messe besichtigt werden. Ebenfalls dort befindet sich eine wertvolle Statue des Apostels Petrus. Die Pieve dient außerdem der Pflege und Weitergabe des musikalischen Erbes der kirchlichen Tradition.
Messen, Vigil und Festtage
Jeden Sonntag findet in der Pieve di Sant’Andrea um 09:00 Uhr eine Messe statt; an den gebotenen Feiertagen beginnt sie ebenfalls um 09:00 Uhr. Jeden vierten Dienstag im Monat folgt von 21:00 bis 23:00 Uhr eine eucharistische Vigil. Sie beginnt mit einer Messe und wird mit eucharistischer Anbetung fortgesetzt.
Der kirchliche Jahreslauf umfasst außerdem das Fest des heiligen Petrus am 29. Juni und das Fest des heiligen Andreas am 30. November. In der heutigen Ortschaft Chiesa wurden die Pfarrfunktionen im neuen Oratorium San Rocco gefeiert, das faktisch zur Pfarrkirche wurde.
San Rocco und kulturelle Spuren
In der Pfarrkirche San Rocco in Montedivalli befindet sich eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die Kirche ist seit Jahren nicht zugänglich; die dort befindlichen Bilder werden bis zur Restaurierung in der Pieve di Sant’Andrea aufbewahrt. Für das Konzert von San Rocco war die 32. Ausgabe auf dem Vorplatz der Kirche San Rocco in Piazza Eugenio Lenzi angekündigt.
Der Weg nach Genicciola
Vom Talgrund bei der Pieve di Sant’Andrea in Montedivalli führt ein Weg nach Genicciola. Dieser Weg gilt als besonders aussichtsreich und bietet Blicke auf den Fluss Vara, der weiter flussabwärts in den Magra mündet. Die archäologische Stätte von Genicciola liegt an einem steilen Hang am Rand dichter Kastanienwälder und umfasst Terrassen, die mit Trockenmauern angelegt wurden.
Panigacci und kulinarische Tradition
Montedivalli ist mit der Herstellung von Panigaccio verbunden, einem Slow-Food-Presidiom und typischen Gericht der kulinarischen Tradition der Lunigiana. Panigaccio ist ein altes, rundes, ungesäuertes Brot aus Podenzana, das auf erhitzten Terrakottaplatten gebacken wird. Serviert wird es mit Öl und Käse, Pesto oder Pilzsauce; ebenso kann es mit Aufschnitt und Käse gefüllt werden. In Podenzana wird im August die Sagra del Panigaccio veranstaltet.
Für weitere Ortsorientierung finden Sie außerdem Serralta.
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