Marciaso entdecken: Ortsgeschichte und lokale Alltagskultur
Marciaso entdecken
Das Oratorio dell’Opera di Marciaso wurde 1748 errichtet und dient heute als Pfarrkirche. Vor dem Oratorio liegt ein Platz, auf dem eine Madonna di Loreto aus dem Jahr 1622 und ein Malaspina-Wappen aus dem Jahr 1627 stehen. Für Kulturinteressierte verbindet dieser Platz religiöse Nutzung mit zwei eigenständigen historischen Zeichen. Die Madonna und das Wappen gehören dabei nicht zur Errichtungszeit des Oratorio, sondern tragen jeweils eine eigene Datierung. Das Oratorio verbindet damit sein festes Baujahr mit einer heutigen kirchlichen Funktion. Madonna und Wappen stehen als separat datierte Elemente auf demselben Platz. Die zeitliche Staffelung reicht von 1622 und 1627 bei den Platzzeichen bis zum Baujahr 1748 des Oratorio.
Turm und historische Zugänge
Im Zentrum von Marciaso steht außerdem der Turm, der als einziges erhaltenes Zeugnis des früheren Herrensitzes gilt. Ein weiterer historischer Rest ist der alte Eingang von Marciaso. Nachdem er zerstört worden war, sind noch drei historische Zugangsbögen sichtbar. So begegnen in Marciaso unterschiedliche bauliche Formen: Der Turm steht für den früheren Herrensitz, während die Bögen mit dem alten Zugang verbunden sind. Die Zahl drei bezeichnet dabei die noch sichtbaren Bögen, nicht weitere erhaltene Teile des Herrensitzes. Bei einer individuellen Ortsbesichtigung können Turm und Zugangsbögen als getrennte bauliche Spuren betrachtet werden, ohne den früheren Herrensitz und den alten Eingang gleichzusetzen.
Platz, Bardine und Pontevecchio
Der Bach Bardine verläuft an Marciaso vorbei. In der näheren Umgebung von Marciaso liegt Pontevecchio, wo neun Stelenstatuen entdeckt wurden. Wer Marciaso und sein Umfeld gemeinsam betrachtet, kann den Bachlauf am Ort vom Fundort in Pontevecchio unterscheiden. Die neun Stelenstatuen gehören zu Pontevecchio und nicht zum Platz vor dem Oratorio. Für die räumliche Orientierung bei einer eigenen Besichtigung ist diese Trennung hilfreich: Der Bardine verläuft an Marciaso vorbei, während die Stelenstatuen zu Pontevecchio in der näheren Umgebung gehören.
Jüngere Geschichte
Zur jüngeren Geschichte von Marciaso gehört der teilweise Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei halfen Quäker oder Mormonen aus den Vereinigten Staaten, die sich dort niederließen. Mit dieser Ansiedlung kam neben dem Wiederaufbau auch eine Verbindung zu Menschen aus den Vereinigten Staaten in die Geschichte von Marciaso.
Lokale Küche und italienischer Alltag
Zur lokalen Alltagskultur gehört die historische Trattoria Circolo Arci in Marciaso. Dort werden Menüs der lokalen gastronomischen Tradition angeboten. Die Trattoria Circolo Arci setzt dabei einen eigenen Schwerpunkt auf Menüs der lokalen gastronomischen Tradition.
Anreise über Fosdinovo
Von Fosdinovo aus erreicht man Marciaso über die Strada Provinciale 446 in Richtung Carrara. Nach etwa 4 km biegt man links ab. Die Entfernung von etwa 4 km ist eine Näherung und keine exakte Distanzangabe. Für die eigene Anfahrtsplanung dienen die etwa vier Kilometer als grobe Orientierung bis zum linken Abzweig; eine Fahrzeit ergibt sich daraus nicht.
Von Fosdinovo aus führt die Anfahrt nach Marciaso.
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