Mommio zwischen Bachlandschaft, Kunst und Erinnerung
Mommio zwischen Landschaft und Erinnerung
Mommio ist ein Dorf, dessen Charakter sich über Landschaft und Erinnerung erschließt. Im Ortskern steht das Monumento ai caduti di Mommio in der Mitte des Dorfplatzes am Ende der Via Bompizzo. Der Platz und das Monument geben der Ortsmitte einen konkret benennbaren historischen Bezug, während Bach, Felsformen und sakrale Kunst weitere Seiten Mommios öffnen.
Anfahrt und praktische Orientierung
Die Zufahrt zum Agriturismo Restì führt durch den Ortskern von Mommio und anschließend über etwa 4,5 Kilometer unbefestigte Straße. Hinter Fivizzano führt in Richtung Passo del Cerreto eine Nebenabzweigung nach Mommio. Diese Abfolge ist für Ihre praktische Planung relevant: Der Ortskern und die anschließende unbefestigte Strecke bilden unterschiedliche Teile der Anfahrt.
Bachlandschaft und geologische Formen
Nahe dem Agriturismo Restì fließt der Mommio-Bach. Er entspringt an der Cima Belfiore auf 1.810 Metern Höhe. Die Kombination aus Bachlauf und Höhenursprung eröffnet naturinteressierten Reisenden einen räumlichen Kontrast zwischen Wasserlauf und Bergquelle.
Die Marmitte dei Giganti gehören zu den markanten Naturformen Mommios. Dabei handelt es sich um kugelförmige Formen der Flusserosion, etwa einen Meter tief und ungefähr zehn Meter breit. Sie sind glazialen Ursprungs und wurden durch Wasser sowie die abrasive Wirkung von Geröll in den Fels eingeschnitten. Der Zugang zu den Marmitte dei Giganti führt vom Agriturismo Restì an einer Brücke in den Mommio-Bach. Wer sich für Geologie und Landschaftsformen interessiert, kann hier Entstehung und Ausformung unmittelbar miteinander verbinden.
Geschichte im Ortskern
Mommio war im Mai 1944 Schauplatz eines nazifaschistischen Massakers, bei dem 22 Menschen getötet wurden. Bei den Ereignissen im Gemeindegebiet von Fivizzano gehörten sechs der Getöteten zu den Einwohnern von Mommio; 70 der 72 Häuser des Dorfes wurden vermint oder in Brand gesetzt. Im Ortskern wurde außerdem ein „Sentiero della Memoria“ angelegt.
Chiesa di San Martino und Luigi Battistini
Auch die Chiesa di San Martino gehört zu den kulturellen Themen Mommios. Ihre Geschichte lässt sich bis an das Ende des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen: Sie ist erstmals als der Pieve di Vendaso unterstehend nachweisbar. Die Kirche bewahrt Gemälde von Luigi Battistini aus Fivizzano. Darunter befindet sich eine Lünette im Presbyterium, die den heiligen Martin beim Überreichen seines Mantels an einen armen Mann darstellt. Eine Lünette ist ein halbmondförmiges Bildfeld; der Fachbegriff hilft Ihnen, die Form des Werkes einzuordnen.
Weitere Facetten am Agriturismo Restì
Der Nationalpark Appennino Tosco-Emiliano richtete im Agriturismo Restì in Mommio, in der Gemeinde Fivizzano, eine Informationsstelle ein. Zum Agriturismo Restì gehört außerdem ein Teich zum sportlichen Forellenangeln.
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