Carrara zwischen Marmor, Kunst und Steinbruchgeschichte

Carrara zeigt seine Besonderheit in der Verbindung von Marmor, Kunst und Arbeitsgeschichte. Museen widmen sich dem Material und der Skulptur, im Parco della Padula stehen Werke unter freiem Himmel, und die Marmorbrüche dieser Gegend von Carrara werden seit der Römerzeit ausgebeutet. Für Sie entsteht daraus ein Kulturziel, das Ausstellungen, historische Arbeitswelten und einen Ausflug zu den Brüchen zusammenführt.

Marmor und Kunst in den Museen

Das Museo Civico del Marmo zeigt archäologische Funde, grafische und fotografische Dokumente, Maschinen zur Marmorverarbeitung, Abgüsse, didaktische Modelle und Marmorproben. Die verschiedenen Exponate machen sichtbar, wie vielfältig sich das Thema Marmor zwischen Material, Verarbeitung und kultureller Darstellung entfaltet.

Das mudaC – Museo delle Arti di Carrara widmet sich der Skulptur sowie ihrer stilistischen und materiellen Entwicklung. Zugleich dokumentiert es die künstlerische Entwicklung der Stadt von den 1950er-Jahren bis zur Gegenwart. Das Museum befindet sich im aus dem 17. Jahrhundert stammenden Komplex von San Francesco mit Kirche und angeschlossenem Kloster.

Das CARMI – Museo Carrara e Michelangelo ist in der Villa Fabbricotti untergebracht, einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im Parco della Padula in der Stadt Carrara. Im Piano nobile des CARMI präsentiert Carrara eine Hommage an den Bildhauer Michelangelo Buonarotti, der den Marmor der Stadt in über verschiedene Epochen hinweg anerkannten Meisterwerken verwendete.

Skulpturen im Parco della Padula

Der Parco della Padula beherbergt eine permanente Ausstellung von Skulpturen im Freien. Die Werke wurden anlässlich der Internationalen Skulpturenbiennale der Stadt Carrara im Jahr 2002 im Rahmen der Freiluftsektion Scolpire il Marmo geschaffen. Der Park ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich und kann kostenlos besucht werden.

Steinbruchgeschichte in Fantiscritti

Die Cava Museo Fantiscritti bietet eine 45-minütige Führung, die sich mit 2.000 Jahren Steinbruchgeschichte, Kunstgeschichte und dem sozialen Leben der dort tätigen Arbeiter befasst. Ebenfalls Thema sind die historischen Verfahren zur Bearbeitung und zum Transport von Marmor. Damit reicht der Blick über das Gestein hinaus und schließt die Menschen und Arbeitsweisen ein, die mit dem Steinbruch verbunden sind.

Die Cava Museo Danesi in Fantiscritti ist keine aktive Abbaugrube, sondern bewahrt anhand eines rekonstruierten Unterstands, eines ausgelegten Spiraldrahts, lebensgroßer Marmorrinder und der Werkzeuge der Steinbrucharbeiter die Erinnerung an das Leben der Steinbrucharbeiter und die historische Arbeit im Steinbruch. Einen weiteren künstlerischen Akzent setzt die Galerie Il Ravaccione: Sie beherbergt ein Wandbild des Künstlers OZMO, das Michelangelos Schöpfung Adams darstellt.

Die Marmorbrüche als eigener Schwerpunkt

Die Marmorbrüche sind vom Stadtzentrum Carraras aus mit dem Auto, dem Motorrad oder dem Fahrrad erreichbar. Bei der Wahl einer Unterkunft können Sie die Museen und den Parco della Padula einerseits sowie die Marmorbrüche andererseits als unterschiedliche Schwerpunkte Ihres Aufenthalts einplanen.

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