Gattaia: Apennin, Muccione-Tal und Geschichte
Landschaft zwischen Muccione und Apennin
Gattaia verbindet eine markante Berglandschaft mit historischen Spuren. Der Monte Gattaia bildet einen natürlichen Übergang zwischen der Toskana und der Romagna. Die Zufahrtsstraße nach Gattaia verläuft durch eine enge, vom ständig fließenden Muccione eingeschnittene Schlucht in Richtung Apennin. Südwestlich des Zentrums verläuft die Viale della Rimembranza di Gattaia an der kommunalen Zufahrtsstraße zum Ort und grenzt an den Friedhof des Ortsteils.
Auf der Route durch das Muccione-Tal gibt es Kaskaden und Wasserstellen, an denen sich Wandernde abkühlen können. Die Route „La valle del Muccione in Mugello“ beginnt oberhalb von Vicchio, nachdem man Gattaia passiert hat.
Wandern zwischen Bahnrelikten und Steinbruch
Im Umfeld von Gattaia führt die Route durch das Muccione-Tal zur ehemaligen, heute verlassenen Station Fornello an der Faentina-Bahn. Anschließend geht es unter dem Viadukt von Valdicampi hindurch, einem Eisenbahnviadukt des 19. Jahrhunderts mit zwei Bogenreihen. Ein Abstecher von der Route führt auf einem nicht nummerierten Weg zu einem alten Steinbruch. Dort sind Decauville-Wagen und Reste einer Anlage zum Zerkleinern von Steinen erhalten.
Historische Spuren am Monte Gattaia
Der Monte Gattaia liegt nahe der Gotischen Linie und diente als Ort der Organisation und als Zuflucht für Partisanengruppen aus dem Mugello. Gattaia war seit Beginn des Widerstands eine Partisanenbasis. Zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert dürfte Gattaia ein wichtiger Zugang zum Apennin gewesen sein. Auf dem Monte Gattaia sind von der Festung aus sichtbare Reste von Stützmauern, Spuren einer Zisterne und innere Versorgungsstrukturen erhalten.
Die Gedenktafel von Gattaia erinnert an Ottorino Quiti und Adriano Santoni aus Gattaia, die am 22. März 1944 auf dem Campo di Marte in Florenz von Nazi-Faschisten erschossen wurden. Außerdem erinnert die Tafel daran, dass sich die Partisanen von Gattaia am 6. März 1944 mit den Partisanen des Monte Giovi zusammenschlossen, um Vicchio nach einer heftigen Schlacht zu befreien.
Kirchen und Siedlungsgeschichte
Gattaia entwickelte sich zu einer kleinen Siedlung mit einer Kirche, einer herrschaftlichen Villa, einer Kapelle, einer Mühle und zwei steinernen Fußbrücken. Die antike Kirche Santa Felicita im unteren Teil von Gattaia ist seit 1273 als „cura d’anime“ belegt. Die Kirche Santa Felicita al Fiume di Gattaia besitzt einen zurückgesetzten Glockengiebel mit drei Öffnungen auf zwei Ebenen und kleinen Glocken aus dem Jahr 1883.
Über dem hölzernen Eingangstor der Kirche Santa Felicita al Fiume di Gattaia befindet sich ein ungefasstes Terrakotta-Rundbild mit der Darstellung der heiligen Felicitas. Gattaia ist seit der Mitte des 14. Jahrhunderts mit einer Mühle und einem Pilgerhospiz verbunden; zu Beginn des 15. Jahrhunderts verfügte der Ort über eine Mühle.
Wenn Sie eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt auswählen, können Sie Ihre Planung an diesen unterschiedlichen Schwerpunkten ausrichten: Die Wege durch das Muccione-Tal führen zu Wasserstellen, Bahnrelikten und dem alten Steinbruch, während Monte Gattaia, die Kirchen und die Gedenktafel Einblicke in Landschafts- und Ortsgeschichte geben. So lässt sich Gattaia je nach Interesse mit Wandertagen, historischer Erkundung oder einer Verbindung beider Themen entdecken.
Weitere Orte entdecken
Rund um Gattaia liegen außerdem Arliano, Villore, Casole, Caselle, Santa Maria A Vezzano und Molezzano.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicchio.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com