Rosano entdecken: Klosterkultur und besondere Landschaftsformen
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Foto: Mongolo1984 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Rosano verbindet eindrucksvolle Landschaftsformen mit einem ungewöhnlich reichen klösterlichen Erbe. Wer sich für Architektur, sakrale Kunst, alte Musik oder eine Radrundfahrt interessiert, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise. Im Mittelpunkt steht Santa Maria a Rosano; zugleich geben die Pyramiden von Rosano und die Berge in der Umgebung dem Ort ein eigenständiges landschaftliches Profil.
Landschaft zwischen Rosano und Umgebung
Die Pyramiden von Rosano gelten als geologische Formationen von besonderer landschaftlicher Bedeutung. Ergänzend liegen die Berge Il Pratone und Poggio Stefanieri in der Umgebung von Rosano. Die drei Landschaftsbezüge setzen unterschiedliche Akzente: Während die Pyramiden unmittelbar mit Rosano verbunden sind, gehören die beiden Berge zum weiteren Umfeld. Damit lässt sich ein Aufenthalt sowohl auf die charakteristischen Formen vor Ort als auch auf die umliegende Landschaft ausrichten.
Santa Maria a Rosano: Architektur und geistliches Erbe
Die Klosterkirche von Santa Maria a Rosano wurde im 12. Jahrhundert erweitert und unter dem Titel der Santissima Assunta geweiht. Über der Krypta „a pontile“ liegt ein deutlich erhöhtes Presbyterium. Der Boden und der Altar der Krypta weisen Intarsien aus weißem und schwarzem Marmor auf; das Schachbrettmotiv folgt dem florentinischen Stil des 12. Jahrhunderts.
Auch der große Kreuzgang gehört zu den prägenden Bereichen von Santa Maria a Rosano. Er wurde im 16. Jahrhundert errichtet, ist im Michelozzo-Stil gestaltet, weitläufig und von harmonischen Arkaden geprägt. Im Kloster wird das Stundengebet in gregorianischem Choral und auf Latein gefeiert. Zum musikalischen Erbe gehört außerdem ein fragmentarisches Antiphonar, das möglicherweise aus dem 12. Jahrhundert stammt und beneventanische Notation aufweist. Bei der Restaurierung des Croce di Rosano wurde im senkrechten Kreuzarm ein Hohlraum mit einem Knochenfragment und einem kleinen Steinkreuz entdeckt.
Museen und Gärten im weiteren Umfeld
Für kulturorientierte Ausflüge liegen mehrere Museen in der Umgebung von Rosano: das Museo Bandini, das Museo Archeologico Nazionale di Firenze, das Museo Fiorentino di Preistoria Paolo Graziosi und das Museo Horne. Auch zwei Gärten gehören zu den Zielen im Umfeld: der Giardino Del Museo Archeologico und der Giardino di San Clemente. So können Sie sakrale Architektur in Rosano mit Museums- und Gartenbesuchen im weiteren Gebiet verbinden, ohne die unterschiedlichen Orte zu einer einzigen Anlage zusammenzufassen.
Rosano als Ausgangspunkt einer Radrundfahrt
Eine konkrete Möglichkeit, die Landschaft aktiv zu erleben, bietet die Radrundfahrt „In bici tra i boschi di Vallombrosa“. Sie beginnt in Rosano und führt am Ende wieder nach Rosano zurück. Für Radreisende ist damit ein klarer Rundkurs mit demselben Ort am Anfang und Ende verbunden. Ein weiterer historischer Akzent liegt in der Geschichte des Klosters: Gegen Ende des 12. Jahrhunderts dürfte bei Santa Maria a Rosano bereits ein Hospiz als Herberge für Pilger und Reisende auf dem Weg nach Rom oder in die Romagna bestanden haben.
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