San Vivaldo entdecken: Kunst, Andacht und Waldlandschaft

File:Cappella di s.m. in camporena, ascensione di un santo francescano, Chiesa di San Vivaldo (Montaione).jpg File:Cappella di s.m. in camporena, ascensione di un santo francescano, Chiesa di San Vivaldo (Montaione).jpg Foto: Mongolo1984 via Source, CC BY-SA 4.0

San Vivaldo verbindet eine bewaldete Landschaft mit Kirchen, Kapellen und religiöser Kunst. Im Mittelpunkt steht der Sacro Monte di San Vivaldo. Das Zusammenspiel von Wald, Bauwerken und Wegen macht den Ort für Sie interessant, wenn Sie kulturelle Eindrücke mit einer landschaftlich geprägten Reiseplanung verbinden möchten.

Waldlandschaft und religiöses Zentrum

Der Sacro Monte di San Vivaldo liegt in der bewaldeten Selva di Camporena neben dem Franziskanerkloster. Das bewaldete Gebiet rund um die Jerusalem of San Vivaldo erstreckt sich über etwa 400 Hektar. Die Lage neben dem Kloster und in dieser ausgedehnten Waldlandschaft prägt den Charakter von San Vivaldo und ordnet die einzelnen Stationen in einen klar erkennbaren Natur- und Kulturraum ein.

Kirchen, Fresken und Terrakotta

In den Gebäuden der Jerusalem of San Vivaldo befinden sich Fresken und Gruppen aus ungebrannter Terrakotta der Robbianischen Schule. Die Darstellungen sind von Episoden aus der Passion und dem Leben Christi inspiriert. Das Gemälde „Madonna con Bambino in gloria con San Giovanni, San Girolamo, San Francesco e San Vivaldo“ befindet sich in der Kirche San Vivaldo. Die Kirche von San Vivaldo ist ein einfacher einschiffiger Bau franziskanischer Prägung, der auf einer älteren Struktur errichtet wurde.

Auch die Kirche S. Maria Assunta e S. Francesco bewahrt bedeutende Werke: Dort befindet sich eine glasierte Terrakotta-Krippe, die Benedetto Buglioni zugeschrieben wird. Außerdem ist dort das Gemälde „Vergine e santi“ zu sehen, das Raffaellino del Garbo zugeschrieben wird.

Kapelle Santo Sepolcro

Die Kapelle Santo Sepolcro bildet den Andachtsschwerpunkt des Komplexes. Sie besteht aus zwei Baukörpern: einem quadratischen Vorraum und einer kreisförmigen Grabkammer. In einem Sarkophag der Grabkammer befindet sich eine unbemalte Statue des toten Christus. Die Reliquien des heiligen San Vivaldo werden unter dem Altarbild in einer Urne aus dem 15. Jahrhundert aufbewahrt.

Sinngemäß endet der Weg durch den Komplex an der Kapelle Noli me tangere. Dort erkennt Maria Magdalena den auferstandenen Christus. Im ehemaligen Heuboden des Klosters San Vivaldo befinden sich die Kasse und der Buchladen.

Wandern rund um San Vivaldo

Die Trekkingroute Montaione–Tre Ponti–San Vivaldo führt an den Kapellen der Jerusalem of San Vivaldo vorbei. Eine andere Variante, Montaione–Fiume Egola, überquert den Fluss Egola, der auch den Namen Evola trägt, und richtet sich an erfahrenere Wanderer. Der Abschnitt entlang des Flusses Egola dieser Variante sollte bei starkem Regen gemieden werden.

Der Komplex San Vivaldo liegt im Zentrum eines 100 km langen Wegenetzes, das von der Gemeinde Montaione angelegt wurde.

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