Quarata: Leonardo, Antike und Flussgeschichte
Quarata zwischen Flusslandschaft und Geschichte
Quarata verbindet eine Landschaft an Gewässern mit mehreren historischen Perspektiven. Im Basso Casentino gehört der Ort zu den Stätten der Wasserverehrung an Quellen und Quellgebieten. Zugleich wird das Dorf von einem Hügel beherrscht, auf dem die unregelmäßige Masse der Häuser des alten Schlosses zu sehen ist. Quarata trägt auch die Bezeichnung S. Andrea. Für Sie entsteht so ein Reiseziel, dessen Charakter sich aus dem Zusammenspiel von Flussraum, Hügel und Geschichte erschließt.
Arno, Chiana und die Spuren der Antike
Das Schloss von Quarata lag in der Nähe des Arno und der Ponte Buriano. Eine kleine Torfmine von Quarata lag am Zusammenfluss der Chiana mit dem Arno und war im frühen 20. Jahrhundert in Betrieb. Arno und Chiana erscheinen dadurch nicht nur als Landschaftselemente, sondern auch als Bezugspunkte der Ortsgeschichte.
Aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. stammt der Atleta di Quarata. Er stellt einen zum Sprung ansetzenden Athleten dar, der Halteres in den Händen hält. Die Statuette trägt eine Widmung an den Flussgott Klanins, der mit dem heutigen Chiana gleichgesetzt wird. Ein etruskisches Bronzeobjekt, das in Quarata gefunden wurde, wird in Paris in der Bibliothèque Nationale aufbewahrt. Die antiken Bezüge reichen damit vom Athleten über die Widmung an den Flussgott bis zum Bronzeobjekt.
Leonardo und die Geschichte des alten Schlosses
Leonardo da Vinci stellte das Schloss von Quarata in den Windsor-Karten RL 12278 und RL 12682 dar und bezeichnete es dort. Einige Forscher verorten Leonardos Blickpunkt für die Landschaft der Mona Lisa in Quarata an der Via Setteponti in Richtung Castiglion Fibocchi. Im Schloss von Quarata bestand ein Pilgerhospiz, das 1433 von Francesco di Andrea Quaratesi gegründet wurde und dem ein Oratorium angegliedert war. So begegnen Ihnen in Quarata die Darstellung eines Ortes durch Leonardo, eine von einigen Forschern vertretene Landschaftsverortung der Mona Lisa und die Geschichte eines Pilgerhospizes.
Route über den Arno und Wege für Rad und Fuß
Von Quarata führt eine Route über die Arnoquerung bei der Flusskehre von Buon Riposo nach Castelluccio, wo die Kirche San Michele steht. Für Ihre Orientierung verbindet dieser Verlauf die Flusslandschaft am Arno mit einem konkreten kirchlichen Ziel in Castelluccio. Quarata bleibt dabei der Ausgangspunkt der Route, während Castelluccio den weiteren Zielpunkt bildet.
Der Rad- und Fußweg zwischen Ripa di Quarata und Arezzo gilt als beleuchtet und geschützt. Für Quarata wurde im Jahr 2007 entlang der Straße Setteponti ein beleuchteter und geschützter Rad- und Fußweg von Ripa di Quarata nach Arezzo beschlossen; er sollte mehr als einen halben Kilometer lang sein. Wer Quarata zu Fuß oder mit dem Rad erkunden möchte, richtet den Blick damit auf die Verbindung zwischen Ripa di Quarata und Arezzo sowie auf ihren Verlauf entlang der Straße Setteponti. Bei der Wahl Ihres Hotels kann dieser Verlauf eine Rolle spielen, wenn Sie einen Aufenthalt mit Fuß- und Raderkundung verbinden möchten.
Weitere Reiseziele für Ihre Planung: Rigutino, Molinelli, Olmo, Ponte Buriano-cincelli, Antria, Ranco Di Frassineto, Terrarossa und Indicatore.
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